Rheinische-Post-Interview mit Detektiv Patrick Kurtz: „Beim Observieren braucht man Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“


Im Herbst 2025 interviewte Thomas Geuchen von der Rheinischen Post Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Düsseldorf zum Detektivberuf, mit Fokus auf Beziehungsangelegenheiten. Hier der Beitrag:


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Rheinische Post: „Beim Observieren braucht man Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“


Düsseldorf · Patrick Kurtz unterhält deutschlandweit Detektivbüros. Oft arbeitet er für Kunden, die ihren Partner der Untreue verdächtigen. Denn bei Eifersucht kennen manche Menschen keine Hemmungen mehr.

Von Thomas Geuchen

Mehr als zehn Jahre ist es her, da wurde Patrick Kurtz zum ersten Mal von einer Frau dafür bezahlt herauszufinden, ob ihr Mann sie mit einer anderen betrügt. Kurtz stand am Beginn seiner Karriere als Detektiv und erinnert sich noch heute gut an den Fall. Die Protagonisten: eine Griechin, ihr deutscher Ehemann und dessen Praktikantin.

Das Ehepaar versorgte griechische Restaurants mit Möbelgarnituren; er fuhr von Kunde zu Kunde, um die Ware zu verkaufen – und nahm auf seinen Geschäftsreisen verdächtig oft die Praktikantin mit. Die argwöhnische Ehefrau beauftragte Kurtz mit einer Observation. „Ich habe sie eine ganze Weile beobachtet, bestimmt eine Woche lang“, erzählt Kurtz in der Rückschau. „Es gab eigentlich nie etwas Auffälliges in der Öffentlichkeit. Klar, sie waren miteinander unterwegs, aber es war nicht so, dass sie Zärtlichkeiten ausgetauscht hätten.“


Enthemmung nach Verlassen des eigenen Wohngebiets


Aber Kurtz blieb am Ball. Eines Tages fuhren der Ehemann und die Praktikantin für eine längere Dienstreise in die Niederlande. Kurtz folgte unauffällig mit einem Kollegen. „Wenn man über längere Zeiträume und größere Strecken hinweg Fahrzeuge verfolgen muss, ist es wichtig, dass man sich abwechseln kann, damit nicht immer dasselbe Fahrzeug im Rückspiegel ist“, erklärt er.

Der Aufwand sollte sich lohnen. „Sie waren aus dem Stadtgebiet raus, 100 Kilometer entfernt von ihrem Wohnort. Dann hielten sie auf einer Autobahnraststätte an und es ist zu sehr eindeutigen Handlungen gekommen“, sagt Kurtz. Die Knutschszenen auf dem Parkplatz nahmen die Detektive mit der Videokamera auf. 


Unerwartete Reaktion der Ehefrau


In den Niederlanden angekommen, ging es munter weiter. Die Detektive besorgten sich ein Hotelzimmer über dem der „Zielpersonen“, wie es im Fachjargon heißt, und folgten dem Mann und der Praktikantin bei deren Restaurantbesuchen.

Wieder zu Hause, legten sie der gehörnten Ehefrau ihren Bericht vor – und erlebten eine Überraschung. „Sie hat laut losgejubelt. Sie hat sich gefreut: ‚Endlich habe ich ihn erwischt'“, berichtet Kurtz. Anscheinend ging es der Frau nur darum, endlich einen Beweis zu haben – als Druckmittel. Denn eine Trennung stand für sie offenbar nicht im Raum. Vielmehr habe sie ihren Mann wohl „unter Kontrolle halten wollen“, wie Kurtz spekuliert: „Das wird in der Beziehungsdynamik sicher noch Folgen gehabt haben.“ 


Privatdetektive in Deutschland: großes Themenspektrum bei Ermittlungen


Patrick Kurtz dürfte wissen, wovon er spricht. Der 36-Jährige arbeitet seit zwölf Jahren als IHK-zertifizierter Detektiv und unterhält ein Netzwerk von rund 30 Detektivbüros in ganz Deutschland, darunter Niederlassungen in Düsseldorf, Köln und im Ruhrgebiet. Für seine Aufträge schöpft er aus einem Pool von etwa 60 freiberuflich tätigen Ermittlern. Das (lukrativere) Standbein der Zweigstelle in Düsseldorf sind Ermittlungen im Bereich der Wirtschaftskriminalität; bei privaten Ermittlungen kann es um Nachbarschafts-Streitigkeiten, Unterhaltsfragen oder Drohbriefe gehen.

Doch Ehebruch und Fremdgehen sind Kurtz zufolge die häufigsten Gründe für die Beauftragung von Detektiven. Kurtz weiß, dass es sich um heikle Missionen handelt. „Es geht um persönliche Beziehungen, da können Kinder mit drinstecken, es können sich Dramen abspielen“, sagt er. Außerdem erforderten die meisten dieser Fälle kein besonderes technisches Geschick oder kombinatorische Fähigkeiten. Aber sie sind das tägliche Brot des Privatdetektivs.

Wenn Menschen einen Privatermittler damit beauftragen, ihren Partner zu observieren, überschreiten sie eine große Hemmschwelle. In der Regel müsse daher schon „ziemlich viel vorgefallen“ sein, meint Kurtz. Typische Anzeichen dafür, dass beim Partner etwas im Busch sein könnte: geheimnisvolle Handynachrichten, ständige Überstunden oder eine plötzliche, vorher so nicht da gewesene Aufmerksamkeit für das eigene äußere Erscheinungsbild.


Detektive für Gewissheit bei Vertrauensdefiziten


Vom Detektiv sind im Umgang mit den Kunden Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt. Für einen ersten Kontakt bietet Kurtz aus Gründen der Diskretion an, eine anonyme E-Mail zu schicken. Auf seiner Homepage versucht er zudem, mit einem psychologischen Argument zu überzeugen: Zwar könnten Ermittlungen schmerzhafte Erkenntnisse zu Tage fördern – das sei aber allemal besser als ein „Leben in Sorge und Ungewissheit“. „Ich denke, jeder, der schon mal selbst in der Situation war, an der Treue des Partners zu zweifeln, kann sich ausmalen, was für ein beschissenes Gefühl das ist“, sagt Kurtz. Seine Botschaft: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Menschen, die zu ihm kämen, seien ganz unterschiedlich drauf, sagt Kurtz. „Manche sind furchtbar aufgeregt, andere ganz gelassen.“ Auf das Kundengespräch, aus dem sich eine Einschätzung ergibt, ob eine Ermittlung sinnvoll ist, und wenn ja, wo sie ansetzen kann und in welchem Umfang sie stattfinden soll, folgt der eigentliche Einsatz. „Dabei braucht man viel Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“, zählt Kurtz auf. Denn die meiste Zeit passiere herzlich wenig. Die wichtigsten Hilfsmittel bei der Observation sind das eigene Fahrzeug, eine hochwertige Kamera und das Smartphone. „Ansonsten, je nach Situation, gibt es verschiedene Gimmicks“, sagt Kurtz. „Gerade im Kamerabereich haben wir viele versteckte Lösungen. Dadurch, dass die Akkus mittlerweile so klein sind, kann man Kameras fast überall verstecken.“ 


Infobox


Detektive in Deutschland nicht staatlich anerkannt


Status: Trotz der Bemühungen des Bundesverbands des Detektiv- und Ermittlungsgewerbes (BuDEG) ist der Detektivberuf bis heute hierzulande nicht rechtlich geschützt – anders als in Nachbarländern wie etwa Österreich. Sie verfügen daher weder über einen besonderen Status noch über besondere Rechte bei der Überwachung.

Ausbildung: Dennoch bieten in Deutschland verschiedene Träger mehrmonatige Detektiv-Lehrgänge an. Dazu zählen die Sicherheitsakademie Berlin (SAB) oder die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD), die mit der IHK zusammenarbeitet.


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Rechtliche Einschränkungen bei Detektiv-Observationen


Dass die Beobachtung legal abläuft, ist Kurtz zufolge gewährleistet. Da es sich um einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der observierten Person handelt, muss ein berechtigtes Interesse vorliegen – etwa das wirtschaftliche Interesse eines Ehepartners. Grob gesagt: Je länger und fester die in Frage stehende Beziehung, desto gerechtfertigter eine Ermittlung, wenn ein Partner befürchtet, hintergangen zu werden.

Selbst dann aber gibt es eine Tabuzone, nämlich den so genannten höchstpersönlichen Lebensbereich. Da es sich bei (vermeintlicher) Untreue um keine Straftat handelt, muss der Detektiv seine Zielperson dann, wenn sie sich in den eigenen vier Wänden oder dem eigenen Fahrzeug aufhält, in Ruhe lassen.


Unterschiedlichste Fallkonstellationen bei Fremdgehen


Doch auch mit dem vorhandenen Spielraum gelangen die Ermittler in der Regel zu gesicherten Erkenntnissen. In 60 bis 70 Prozent der Fälle bestätige sich der Verdacht, sagt Patrick Kurtz – sei es, dass die observierte Person eine ernsthafte Beziehung zu jemand anderem hat oder „bloß“ bei einem Seitensprung erwischt wird.

Manchmal, erzählt Kurtz, kommen auch ganz andere Dinge heraus: „Zum Beispiel, dass der Mann spielsüchtig ist. Oder, dass er einen Nebenjob hat, den er aus irgendeinem Grund nicht verraten wollte.“ Ein Sonderfall besteht, wenn sich herausstellt, dass die observierte Person – in aller Regel sind es Männer – Prostituierte aufsucht. Die Reaktionen darauf können in Kurtz‘ Erfahrung sehr unterschiedlich ausfallen: von Erleichterung, weil es sich um kein „emotionales“ Fremdgehen handelt, bis hin zu Ekel. 


Umfassende Veränderungen des Detektiv-Berufs durch technologischen Wandel


Für seine Dienste nimmt Kurtz 74 Euro die Stunde. Damit sich eine Observation lohne, müsse man mindestens 500 Euro einplanen, sagt er. Zwar habe er schon Anfragen „vom Hartz-IV-Empfänger bis zum Fußballnationalspieler“ bekommen – letztlich leisten kann sich einen Detektiv aber nur eine betuchte Klientel, die in der Regel mittleren Alters ist. Männer und Frauen halten sich unter Kurtz‘ Kunden in etwa die Waage. Vorurteile, die mal dem einen, mal dem anderen Geschlecht bescheinigen, eher zum Fremdgehen zu neigen, kann der Detektiv nicht bestätigen.

Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig? Längst gibt es Spionage-Apps, mit denen sich das Handy des Partners überwachen lässt; in den sozialen Medien lassen sich „Treuetester“ engagieren, die die Zielperson mittels Flirtversuchen per Chat oder E-Mail auf die Probe stellen. Andererseits gibt es der IHK zufolge allein in Düsseldorf aktuell 26 Privatdetekteien.


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Kurtz gibt zu, dass im Zuge der genannten Entwicklungen weniger Aufträge eingehen. Er weiß aber auch zu berichten, dass Ermittlungen auf eigene Faust meist scheiterten: „Wir hatten es schon diverse Male, dass Leute kamen und meinten, ich habe es schon mal selbst versucht, und mein Partner hat mich erwischt.“

So dramatisch die Erkenntnis, dass der eigene Partner fremdgeht, im Einzelfall für den Betroffenen sein mag: Für Kurtz ist sie Alltag. Letztlich gehe es hier wie bei den meisten Ermittlungen um eine Form des Betrugs, sagt er: „Ich denke, man kann als Detektiv weiter darauf bauen, dass die Leute mit diesen Problemen zu uns kommen werden. Fremdgehen ist ein Phänomen, das sich durch die Menschheitsgeschichte hindurch zieht.“ 


Hinweis


Der Originalartikel erschien im September 2025 in der Rheinischen Post. Die Hervorhebungen (Fettschrift), Zwischenüberschriften, Bilder und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei Düsseldorf

Grafenberger Allee 293

D-40237 Düsseldorf

Tel.: 0211 9874 0021

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-duesseldorf.de

Web: https://www.kurtz-detektei-duesseldorf.de

Google: https://g.page/kurtz-detektei-duesseldorf

Originalbeitrag: https://kurtz-detektei-duesseldorf.de/news-aus-der-welt-der-detektive/Rheinische-Post-Interview-mit-Detektiv-Patrick-Kurtz-Beim-Observieren-braucht-man-Konzentration-Sitzfleisch-und-eine-gute-Blase/

„So arbeitet ein Privatdetektiv“ – Patrick Kurtz im Interview mit der Rheinischen Post Duisburg


Tim Harpers von der Rheinischen Post Duisburg interviewt Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Duisburg, über den Beruf des privaten Ermittlers in Deutschland.


Detektei in Duisburg


„Duisburg. Patrick Kurtz betreibt eine Detektei mit 30 Betriebsstätten in Deutschland. Er und seine Kollegen ermitteln unter anderem in DuisburgDüsseldorf und am Niederrhein. Ein Gespräch über die Herausforderungen seines Jobs, Betrug, Observationen und das Retten von Leben.“


Der Weg zur heutigen Detektei Kurtz


„Patrick Kurtz könnte alles machen. Er ist ein durch und durch unauffälliger Typ – muskulös und gepflegt, schwarzer Pullover, graue Stoffhose, silberne Armbanduhr. Er ist ruhig, spricht überlegt, hat keine sonderlich auffälligen Tics, wirkt charmant, intelligent und lächelt viel. Er könnte sich unter Juristen, Betriebswirtschaftlern, Barkeepern oder Versicherungsvertretern bewegen – auffallen würde er wohl nirgendwo. Für einen wie Kurtz ist das wichtig. Der 30-Jährige ist Privatdetektiv und Unauffälligkeit eine der wichtigsten Voraussetzungen seines Jobs.

Die Detektei Kurtz mit Sitz in Leipzig hat über 30 Betriebsstätten in Deutschland. Neben der Zentrale für Westdeutschland in Wuppertal sind das unter anderem Standorte in Düsseldorf und Duisburg. Von Wuppertal aus deckt die Detektei allerdings den gesamten Westen ab, schickt Detektive bei Bedarf an den Niederrhein, ins Ruhrgebiet und ins Sauerland. Die meisten Ermittler arbeiten auf freiberuflicher Basis. Bis zum vergangenen Jahr gingen alle der rund 600 Fälle im Jahr über den Schreibtisch des Chefs. ‚Das ist mir aber zu viel geworden‘, sagt Kurtz. ‚Das ging mir an die Substanz. Ich musste lernen, Arbeit abzugeben.‘

Kurtz selbst wuchs in Thüringen auf. ‚Ich habe damals alles an Literatur verschlungen, was mit Detektivarbeit zu tun hat‘, erinnert er sich. Später studierte er Provinzialrömische Archäologie, Psychologie, Komparatistik und Germanistik an den Universitäten Oxford, Leipzig, Marburg und Hagen. ‚Zwischen Bachelor und Master hatte ich ein Jahr Zeit‘, sagt Kurtz. ‚Da bin ich auf ein Praktikumsangebot als Privatdetektiv gestoßen. Ich habe mich beworben, dann aber nie wieder etwas davon gehört.‘ Sein Interesse sei aber geweckt gewesen. ‚Es war dann so ein Mix aus natürlicher Veranlagung und Interesse an der Materie, die mich haben schauen lassen, was es braucht, um tatsächlich erfolgreich in diesem Beruf arbeiten zu können.‘ So sei er schließlich auf den IHK-Lehrgang zur ‚Fachkraft Detektiv‚ an der Berliner Sicherheitsakademie gestoßen. Dort seien zwei wesentliche Blöcke unterrichtet worden: Ermittlungstechnik und rechtliche Grundlagen auf der einen und Sicherheit auf der anderen Seite. ‚Das Thema Sicherheit war für mich weniger relevant‘, sagt Kurtz. ‚Da ging es zum Beispiel um Gebäude- und Warenschutz. Dinge, die man zum Beispiel als Kaufhausdetektiv wissen sollte. Als solcher wollte ich aber nicht arbeiten.'“


Aufgabenfelder der Kurtz Detektive Duisburg


„Testdiebstähle und Kaufhausüberwachung bieten Kurtz und seine Kollegen deshalb nicht an. ‚Das ist ein ganz anderer Schwerpunkt‘, sagt der Ermittler. ‚Wir sind auf personenbezogene bzw. auf Wirtschaftsermittlungen spezialisiert.‘

Das Gros der privaten Detektivarbeit machen Observations- beziehungsweise Rechercheaufträge zum Thema Betrug aus – unabhängig davon, ob es um persönliche oder berufliche Beziehungen geht. Bei persönlichen Aufträgen geht es meist um das Thema Untreue, bei den Wirtschaftsaufträgen zum Beispiel um Krankschreibungsbetrug. Ebenfalls zum Repertoire der Detektei gehören Spezialgebiete wie IT-Forensik oder die Aufenthaltsbestimmung von Personen. Dabei setzt Kurtz unter anderem auch auf Mantrailing – den Einsatz von ausgebildeten Personenspürhunden.“



Rechte von Detektiven in Deutschland


„Willkürlich in fremde Wohnzimmer fotografieren – wie Detektivsendungen im Privatfernsehen es suggerieren – dürfen die Detektive bei ihrer Arbeit nicht. ‚Wir verfügen nur über die sogenannten Jedermannsrechte, brauchen also immer ein begründetes Interesse, wenn wir tätig werden sollen‘, erläutert Kurtz. Privatwohnungen seien rechtlich gesehen besondere Schutzzonen. ‚Wenn wir Observationen durchführen, dann geschieht das im öffentlichen Raum.‘ Aber die Beobachtungen, die sich dort machen ließen, reichten meistens aus. ‚Das kommunizieren wir auch unseren Kunden gegenüber so. Wir dürften zwar nicht ins Wohnzimmer fotografieren, aber oft hilft es schon weiter, wenn auf den Bildern zu sehen ist, dass zum Beispiel der unter Betrugsverdacht stehende Ehemann eine bestimmte Adresse aufsucht.'“


Mantrailing-Fall mit Suizidversuch


„Der Detektivberuf ist für Kurtz allerdings viel mehr die Verfolgung von Betrügern. Das ist für ihn bloß das ‚Brot- und Buttergeschäft‘, wie er es nennt.

An einen Fall am Niederrhein erinnert sich Patrick Kurtz besonders gut. Ein besorgtes Elternpaar hatte sich an die Detektei Kurtz gewandt. Der 18-jährige Sohn war verschwunden und hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen, aus dem hervorging, dass er sich etwas antun wollte. Die einzige Information, die die Eltern hatten, war, dass ihr Sohn an einem bestimmten Geldautomaten in der Nähe Geld abgehoben hatte. ‚In diesem Fall war Mantrailing sinnvoll‘, erinnert sich Kurtz. ‚Wir haben die Eltern gebeten, uns zum Treffpunkt am Automaten etwas mitzubringen, was stark nach ihrem verschwundenen Sohn riecht. Und tatsächlich konnten die Hunde dann eine Spur aufnehmen.‘ Die habe sie schließlich an ein Hotel geführt. ‚Drinnen haben wir die Mitarbeiter überzeugen müssen, dass es bei der Suche um Leben und Tod gehen könnte. Als die Hunde an einem Hotelzimmer anschlugen, öffneten die Mitarbeiter. Und auf dem Bett lag der ohnmächtige Sohn mit bereits aufgeschnittenen Pulsadern.‘ Sie seien gerade noch rechtzeitig gekommen. ‚Der junge Mann konnte im Krankenhaus gerettet werden.'“


Anhaltende Schieflage der Detektivbranche


„Fälle wie dieser motivieren den 30-Jährigen. Motivation ist wichtig, denn ein Nachlassen kann er sich nicht erlauben. Die Branche macht derzeit schwere Zeiten durch. ‚Der Markt wird immer kleiner‘, sagt Kurtz. ‚Soziale Medien und das Internet helfen uns auf der einen Seite zwar ungemein, kosten uns aber auf der anderen Seite auch Aufträge.‘ Im Internet seien heute jede Menge Informationen verfügbar, für die man früher einen Detektiv beauftragt hätte. Es sei ein schwieriges Umfeld.

Kurtz freut sich deshalb umso mehr über jeden neuen seriösen Kollegen. Gute Ermittler bräuchten Neugier, jede Menge Ausdauer und ein gewisses Improvisationstalent. ‚Ausdauer ist immens wichtig. So eine Observation kann auch mal zwölf, 13, 14 Stunden dauern. Wenn man in einem Fall nicht weiterkommt, muss man außerdem in der Lage sein, sich hinzusetzen, querzudenken und eine Lösung zu finden‘, sagt der Detektiv. ‚Ich würde das Köpfchen nennen.‘ Es sind hohe Anforderungen für einen Beruf ohne geschützte Berufsbezeichnung. ‚Das macht es schwer, motivierten und fähigen Nachwuchs zu finden. Wir sind ständig auf der Suche.‘

Im Idealfall wären die neuen Kollegen genauso unauffällig wie ihr Chef. Juristen, Betriebswirtschaftler, Barkeeper oder Versicherungsvertreter mit Köpfchen, Talent und Interesse am Quereinstieg? Kurtz wären alle willkommen.“


Hinweise


Der Originalartikel erschien in der Rheinischen Post. Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei Duisburg

Auf dem Damm 112

47137 Duisburg

Tel.: 0203 3196 0052

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-duisburg.de

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Detektiv Patrick Kurtz im Interview mit der Rheinischen Post: „Sherlock Holmes von der Erkrather Straße“


Anfang Dezember 2017 erschien in der Rheinischen Post ein Artikel von Peter Witt über die Arbeit der Detektei Kurtz und die Person unseres Chef-Detektivs Patrick Kurtz. Nachfolgend finden Sie eine Abschrift dieses Artikels mit zusätzlichen themenrelevanten Verlinkungen und Zwischenüberschriften:


„Sherlock Holmes von der Erkrather Straße“


Als Kind verschlang Patrick Kurtz die Bücher über den britischen Detektiv. Heute arbeitet er mit Leidenschaft in seinem Beruf – muss aber auch viel Geduld und Konzentrationsfähigkeit aufbringen. Von Peter Michael Witt


Von der Literatur zur Wirklichkeit


Nicht wenige Jugendliche geraten auf den Spuren des mysteriösen Hunds von Baskerville ins Fantasieren und träumen von einem großartigen, romantischen Berufsziel: Detektiv sein wie der Mann mit der karierten Mütze, der Pfeife, der goldenen Lupe – kurz, ein spannendes Leben wie Sherlock Holmes führen. Auch ein kleiner Junge namens Patrick Kurtz im thüringischen Schleiz verschlang die Krimis von Arthur Conan Doyle. Der Unterschied zu anderen Jungs: Wenn diese größer werden, dann wählen sie lieber doch einen bürgerlichen Beruf. Kurtz hingegen erfüllte sich den Jugendtraum und wurde Privatdetektiv. Der passionierte Pfeifenraucher baute innerhalb kurzer Zeit ein großes Detektei-Netzwerk auf, mit sieben Festangestellten und knapp 50 freien Mitarbeitern, insgesamt 28 Betriebsstätten – eine davon in Düsseldorf, die Detektei Kurtz in Flingern.

Kurtz hat daher einen ganz guten Überblick über die Arbeit als Detektiv in Deutschland. Gewisse Unterschiede zwischen den Städten gibt es sicherlich, aber nichts Überraschendes. „Klar, in Berlin ermittelt man meistens zwischen riesigen Wohnbunkern, in Düsseldorf häufiger in Villenvierteln“, sagt Kurtz. „In Städten wie Frankfurt und Hamburgführt die Arbeit gelegentlich ins Rotlicht- und Drogenmilieu, da kreuzen dann auch mal schwere Jungs wie die Hells Angels den Weg.“ Im Vergleich dazu sei Düsseldorf ziemlich unauffällig. Kurtz: „Meistens geht es hier um mutmaßliche Untreuestrittige Unterhaltssachen, ums Sorgerecht.“


Silhouette of detective investigate is following footprints


(Ausbildungs-)Anforderungen an Detektive in Deutschland


Prinzipiell darf jeder Detektiv sein, die Bezeichnung ist nicht geschützt. Aber aus Kurtz‘ Sicht ist eine solide Ausbildung als Grundlage guter Detektivarbeit unabdingbar, seine Ausbildung erhielt er bei der Sicherheitsakademie in Berlin. Juristische Kenntnisse seien wichtig, schließlich müsse man gerichtsverwertbare Beweise beschaffen. Natürlich ist nicht jeder zum Marlowe oder Holmes geboren. Man sollte körperlich fit sein, Verfolgungsjagden sind doch recht fordernd, ein „Toughguy“ zu sein ist von Vorteil und Intelligenz kann auch nicht schaden. Immerhin geht es nicht selten um ziemlich unklare Tatsachenkomplexe, die eine gute Kombinationsgabe erforderlich machen.

Der Detektivarbeit sind in der realen Welt im Gegensatz zur fiktiven Krimiwirklichkeit aber enge Grenzen gesetzt. So darf ein Privatdetektiv nicht in die Privatsphäre der observierten Person eindringen. Verboten ist es, in Wohnungen hinein zu fotografieren oder sich gar Zutritt zu verschaffen, auch der Einsatz von Richtmikrofonen ist tabu. Vor allem muss der Detektiv recherchieren und observieren, Vermisste aufspüren oder Menschen beobachten, die Unrechtes getan haben könnten. Dabei ist Kurtz auch schon aufgeflogen. „Nicht oft, aber auf dem Land kann sowas passieren, vor allem durch Nachbarn. Und dann kann es auch mal ungemütlich werden.“ Das hört sich nicht schön, aber aufregend an. Kann aber auch nervtötend langweilig und frustrierend sein. Zehn Stunden lang unentwegt eine Tür anzustarren, die sich nicht öffnet, da müsse man überdurchschnittlich viel Geduld und Konzentrationsfähigkeit aufbringen. Spannend wird’s, wenn es zu Verfolgungsjagden kommt. Und zu den besonderen Glücksgefühlen eines Detektivs gehört ein Erlebnis, das Kurtz den „Dominoeffekt“ nennt. Der tritt wohl recht häufig bei Recherchen auf: Hat man erst das entscheidende Puzzleteilchen gefunden, dann lösen sich viele weitere Fragen oft von alleine.

Mitgefühl für eine observierte Person versucht, Kurtz auszublenden. Allerdings erinnert er sich an einen Fall, bei dem er von einem eifersüchtigen Mann beauftragt wurde, dessen Freundin zu beobachten. „Ich habe den Auftrag nach einem Monat von selbst beendet“, sagt Kurtz. „Sie ging wirklich jeden Tag nach der Arbeit direkt nach Hause. Sie tat mir leid, sie steckte offensichtlich in einer Beziehung fest, in der extrem wenig Vertrauen herrschte. Ihr Freund konnte noch nicht einmal nach 20 Tagen strenger Observation, in denen rein gar nichts rauskam, Vertrauen fassen.“


Detektivarbeit damals und heute


Zurück zu Holmes: Vieles hat sich verändert in den letzten Jahren, vor allem die Technik. Arthur Conan Doyle zeigte in seinen Romanen einige Ermittlungsmethoden, die erst Jahrzehnte später von der Polizei aufgegriffen wurden – das Fingerabdruckverfahren zum Beispiel. Und auch heute sei die Tarnung genauso wichtig für den Detektiv wie früher. Kurtz schmunzelt: „Wir machen das nicht so aufwendig maskenbildnerisch wie Holmes, aber mit wenigen Mitteln das Äußere ändern, das tun wir schon.“ Und die Digitalisierung hat neue Hilfsmittel wie Smartphones gebracht. „Zugegeben“, sagt Kurtz, „das Detektivleben ist ungleich weniger spektakulär als in den Romanen. In denen ist es immer spannend, Morde im Minutentakt, von einem großen Fall zum nächsten. Und sicherlich, es gibt auch bei mir kuriose und aufsehenerregende Fälle, doch die sind leider nicht der Alltag.“ Trotzdem – einen anderen Beruf kann sich Patrick Kurtz nicht wirklich vorstellen.


Quelle: Rheinische Post

 

Verfasser: Peter Witt

 

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