Privatdetektiv Patrick Kurtz im Interview zum Detektivberuf und zum Fall Christina Block


Im Herbst 2025 gab Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Essen Antonia Kusche von der Funke Mediengruppe ein Interview über den Detektivberuf und zum Fall der Kindesentführung rund um die Angeklagte Christina Block, über den er bereits 2024 mit der Zürcher Zeitung gesprochen hatte. Der daraus entstandene, nachfolgend aufgeführte Artikel erschien unter anderem in der WAZ, dem Hamburger Abendblatt und der Berliner Morgenpost.


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Privatdetektiv über Block-Fall: „Traumatisierend für Kinder“


Christina Block soll einen Detektiv beauftragt haben. Doch wie arbeiten Detekteien in Deutschland eigentlich? Patrick Kurtz gibt Einblicke. Von Antonia Kusche 

Beim Observieren ist viel Geduld und Konzentration gefragt. Verfolgungsjagden, Beschattungen, Einsätze, die mit dem Ausruf „Zugriff!“ und einer gewaltvollen Konfrontation enden – solche Darstellungen prägen unser Bild von Privatdetektiven. Aber spiegeln sie die Realität wider? Im Interview erzählt Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei in Essen, was seinen Job wirklich ausmacht, und berichtet über seine spannendsten Fälle.

Seit 2013 arbeitet Kurtz als Privatdetektiv. Studiert hat er etwas ganz anderes – Literatur. „Ich wusste vorher gar nicht, dass Privatdetektiv eine Jobmöglichkeit in Deutschland ist, ich hatte damit zuvor auch nie Berührungspunkte.“ So begann seine Laufbahn als privater Ermittler, die geprägt ist von emotionalen Erfolgsgeschichten, aber auch von Rückschlägen.


Privatdetektive: Was dürfen Detekteien in Deutschland?


In Deutschland handelt es sich beim Privatdetektiv nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Jedoch kann man bei der Zentralstelle für Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) nach einer 22-monatigen theoretischen Ausbildung und zwei Jahren Praxis den Status „ZAD-geprüfter Privatermittler (IHK)“ bekommen. „Ich habe mich damals für den Präsenzunterricht an der Sicherheitsakademie in Berlin entschieden. Ich konnte viele Kontakte knüpfen.“ Seit dem Abschluss arbeitet Patrick Kurtz als zertifizierter Privatdetektiv.

Als solcher muss er genau wissen, was er darf und was nicht. Im Gegensatz zu den Behörden haben Detektive keine gesonderten Rechte. Für sie gelten die „Jedermannsrechte“, also die gleichen Rechte wie für Privatpersonen. Sie dürfen Privaträume weder durchsuchen noch fotografieren. Zudem müsse bei jedem Auftrag ein berechtigtes Interesse vorliegen, da die Observation fast immer einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstelle, erklärt Kurtz. „Das berechtigte Interesse muss wichtiger sein als das Eigeninteresse der Zielperson am Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte, damit eine Observation gerechtfertigt ist.“


Observationen: Unspektakulärer als im Fernsehen dargestellt


Der Tagesablauf eines Privatdetektivs ist oft unspektakulärer, als es im Fernsehen dargestellt wird. „Sein täglich Brot verdient ein Privatdetektiv nahezu ausschließlich mit Observation. Da kann es passieren, dass man den ganzen Tag observiert und nicht viel passiert. Das sind dann die Momente, in denen der Job nicht so wahnsinnig viel Spaß macht.“ Darauf würden dann aber wieder Tage folgen, die actionreich wären, erklärt Kurtz. „Da verhält sich die Zielperson nicht unbedingt so, wie man es erwartet, und man muss kurzfristig reagieren oder Pläne ändern.“ Neben Observationen beschäftigt sich eine Detektei aber auch viel mit Recherchen: Adressermittlungen, Halter-FeststellungenBonitätsprüfungen oder Backgroundchecks gehören zum Geschäft.

Patrick Kurtz ist seit 2013 als Privatdetektiv tätig. Die zahlreichen Fernsehsendungen rund um die Arbeit der Privatdetektive vermitteln ein falsches Bild des Berufes, sagt Kurtz. „Solche Formate wecken bei Zuschauern eine unrealistische Erwartungshaltung, weil es so unglaublich weit weg ist von dem, was den Alltag ausmacht. Da wird besonders nah aufgefahren, um Autos zu verfolgen. Oder jemand nimmt Gespräche mit einem versteckten Mikrofon auf, obwohl abhören in Deutschland verboten ist.“


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Detektive werden oft wegen Verdachts auf Untreue eingeschaltet


Täglich bekomme die Detektei dutzende Anfragen und im Durchschnitt zwei Auftragsabschlüsse. Von Privatpersonen werden sie am häufigsten wegen des Verdachts auf Untreue des Partners eingeschaltet, verrät Kurtz. Firmen beauftragen die Detektive häufig wegen Arbeitszeitbetrug. Doch dabei stehen sie seit der Corona-Pandemie immer öfter vor einem Problem – dem Homeoffice. „Wir dürfen nicht in Privaträume fotografieren und können daher nicht nachvollziehen, was die Zielpersonen während ihrer Arbeitszeit wirklich machen.“

Auch die Auftragslage habe sich in den letzten Jahren verändert. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Menschen, die sich verfolgt fühlen“, sagt Patrick Kurtz. Bei den Observationen stellen die Detektive dann oft fest, dass den Personen nicht nachgestellt würde. „Dann bekommen wir meist die Antwort, dass gerade am Observationstag der Stalker zufällig nicht da war, aber sonst immer. Wir sollen dann an anderen Tagen weitermachen, erhalten aber kein Ergebnis“, erklärt Kurtz.

Solche Einstellungen haben Auswirkungen auf die Dauer der Aufträge und deren Kosten. „Die Dauer der Aufträge richtet sich stark nach dem Budget der Kunden. Die Gesamtkosten für Observationen beginnen bei 500 Euro, je nachdem wie viele Detektive eingesetzt werden. Nach oben hin ist alles offen.“ Genauso würde auch die Länge eines Auftrages variieren. Manche enden schnell mit einem Ergebnis, bei anderen würde sich die Recherche monatelang hinziehen, sagt der Detektiv.


Detektiv über Entführung im Fall Block: „Muss traumatisierend gewesen sein“


Was ihm in seinem Beruf besonders im Gedächtnis geblieben ist? Ein Fall, bei dem es um Leben und Tod ging. Eine Familie alarmierte die Detektei. Ihr Sohn sei verschwunden, mit dem Auto der Eltern abgehauen und habe einen Abschiedsbrief hinterlassen. Die Polizei habe ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht weiterhelfen können. Der Verschwundene hob an einem Automaten ab, hunderte Kilometer vom Wohnort der Familie. Dadurch und durch Personenspürhunde konnte der Vermisste in einem Hotelzimmer aufgefunden werden. Er lag in einer Blutlache, hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten und war ohnmächtig. Durch die schnelle Hilfe konnte er zu voller Gesundheit zurückkehren.

Personenspürhunde einzusetzen, sei sehr ungewöhnlich, erzählt Kurtz. Außergewöhnliche Methoden wurden seiner Meinung auch beim Block-Fall eingesetzt. „Wir hatten noch nie ein Szenario, bei dem das Kind einem Elternteil in Form einer Auftragsentführung gewaltsam entrissen wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Sinne von Frau Block war, dass die Kinder mit Gewalt verschleppt werden. Das ist eine wirklich üble Geschichte und muss sehr traumatisierend für die Kinder gewesen sein.“

Doch bei allem Erfolg gibt es auch Rückschläge im Leben eines Detektivs. Einmal ist er aufgeflogen: „Obwohl wir wie im Lehrbuch beschrieben gehandelt haben, wurden wir von den Nachbarn gesehen und die Zielperson wurde gewarnt. Letztendlich konnten wir den Täter dennoch überführen.“

Die Realität eines Privatdetektivs ist weit entfernt von Filmklischees: weniger Action, dafür mehr diskretes Beobachten. Doch die oft emotionalen Schicksale hinter den Anfragen geben Patrick Kurtz Antrieb für seine tägliche Arbeit. Was der Detektiv jedem empfehlen würde, der diesen Beruf machen möchte? Eine Menge Geduld.


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Hinweis


Der Originalartikel erschien im Oktober 2025 in diversen Publikationen der Funke Mediengruppe. Die Hervorhebungen (Fettschrift), Zwischenüberschriften, Bilder und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei Essen

Weidkamp 180

D-45356 Essen

Tel.: 0201 3840 9057

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Web: https://www.kurtz-detektei-essen.de

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Originalbeitrag: https://kurtz-detektei-essen.de/detektiv-blog-der-kurtz-detektei-essen/Privatdetektiv-Patrick-Kurtz-im-Interview-zum-Detektivberuf-und-zum-Fall-Christina-Block/

Rheinische-Post-Interview mit Detektiv Patrick Kurtz: „Beim Observieren braucht man Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“


Im Herbst 2025 interviewte Thomas Geuchen von der Rheinischen Post Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Düsseldorf zum Detektivberuf, mit Fokus auf Beziehungsangelegenheiten. Hier der Beitrag:


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Rheinische Post: „Beim Observieren braucht man Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“


Düsseldorf · Patrick Kurtz unterhält deutschlandweit Detektivbüros. Oft arbeitet er für Kunden, die ihren Partner der Untreue verdächtigen. Denn bei Eifersucht kennen manche Menschen keine Hemmungen mehr.

Von Thomas Geuchen

Mehr als zehn Jahre ist es her, da wurde Patrick Kurtz zum ersten Mal von einer Frau dafür bezahlt herauszufinden, ob ihr Mann sie mit einer anderen betrügt. Kurtz stand am Beginn seiner Karriere als Detektiv und erinnert sich noch heute gut an den Fall. Die Protagonisten: eine Griechin, ihr deutscher Ehemann und dessen Praktikantin.

Das Ehepaar versorgte griechische Restaurants mit Möbelgarnituren; er fuhr von Kunde zu Kunde, um die Ware zu verkaufen – und nahm auf seinen Geschäftsreisen verdächtig oft die Praktikantin mit. Die argwöhnische Ehefrau beauftragte Kurtz mit einer Observation. „Ich habe sie eine ganze Weile beobachtet, bestimmt eine Woche lang“, erzählt Kurtz in der Rückschau. „Es gab eigentlich nie etwas Auffälliges in der Öffentlichkeit. Klar, sie waren miteinander unterwegs, aber es war nicht so, dass sie Zärtlichkeiten ausgetauscht hätten.“


Enthemmung nach Verlassen des eigenen Wohngebiets


Aber Kurtz blieb am Ball. Eines Tages fuhren der Ehemann und die Praktikantin für eine längere Dienstreise in die Niederlande. Kurtz folgte unauffällig mit einem Kollegen. „Wenn man über längere Zeiträume und größere Strecken hinweg Fahrzeuge verfolgen muss, ist es wichtig, dass man sich abwechseln kann, damit nicht immer dasselbe Fahrzeug im Rückspiegel ist“, erklärt er.

Der Aufwand sollte sich lohnen. „Sie waren aus dem Stadtgebiet raus, 100 Kilometer entfernt von ihrem Wohnort. Dann hielten sie auf einer Autobahnraststätte an und es ist zu sehr eindeutigen Handlungen gekommen“, sagt Kurtz. Die Knutschszenen auf dem Parkplatz nahmen die Detektive mit der Videokamera auf. 


Unerwartete Reaktion der Ehefrau


In den Niederlanden angekommen, ging es munter weiter. Die Detektive besorgten sich ein Hotelzimmer über dem der „Zielpersonen“, wie es im Fachjargon heißt, und folgten dem Mann und der Praktikantin bei deren Restaurantbesuchen.

Wieder zu Hause, legten sie der gehörnten Ehefrau ihren Bericht vor – und erlebten eine Überraschung. „Sie hat laut losgejubelt. Sie hat sich gefreut: ‚Endlich habe ich ihn erwischt'“, berichtet Kurtz. Anscheinend ging es der Frau nur darum, endlich einen Beweis zu haben – als Druckmittel. Denn eine Trennung stand für sie offenbar nicht im Raum. Vielmehr habe sie ihren Mann wohl „unter Kontrolle halten wollen“, wie Kurtz spekuliert: „Das wird in der Beziehungsdynamik sicher noch Folgen gehabt haben.“ 


Privatdetektive in Deutschland: großes Themenspektrum bei Ermittlungen


Patrick Kurtz dürfte wissen, wovon er spricht. Der 36-Jährige arbeitet seit zwölf Jahren als IHK-zertifizierter Detektiv und unterhält ein Netzwerk von rund 30 Detektivbüros in ganz Deutschland, darunter Niederlassungen in Düsseldorf, Köln und im Ruhrgebiet. Für seine Aufträge schöpft er aus einem Pool von etwa 60 freiberuflich tätigen Ermittlern. Das (lukrativere) Standbein der Zweigstelle in Düsseldorf sind Ermittlungen im Bereich der Wirtschaftskriminalität; bei privaten Ermittlungen kann es um Nachbarschafts-Streitigkeiten, Unterhaltsfragen oder Drohbriefe gehen.

Doch Ehebruch und Fremdgehen sind Kurtz zufolge die häufigsten Gründe für die Beauftragung von Detektiven. Kurtz weiß, dass es sich um heikle Missionen handelt. „Es geht um persönliche Beziehungen, da können Kinder mit drinstecken, es können sich Dramen abspielen“, sagt er. Außerdem erforderten die meisten dieser Fälle kein besonderes technisches Geschick oder kombinatorische Fähigkeiten. Aber sie sind das tägliche Brot des Privatdetektivs.

Wenn Menschen einen Privatermittler damit beauftragen, ihren Partner zu observieren, überschreiten sie eine große Hemmschwelle. In der Regel müsse daher schon „ziemlich viel vorgefallen“ sein, meint Kurtz. Typische Anzeichen dafür, dass beim Partner etwas im Busch sein könnte: geheimnisvolle Handynachrichten, ständige Überstunden oder eine plötzliche, vorher so nicht da gewesene Aufmerksamkeit für das eigene äußere Erscheinungsbild.


Detektive für Gewissheit bei Vertrauensdefiziten


Vom Detektiv sind im Umgang mit den Kunden Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt. Für einen ersten Kontakt bietet Kurtz aus Gründen der Diskretion an, eine anonyme E-Mail zu schicken. Auf seiner Homepage versucht er zudem, mit einem psychologischen Argument zu überzeugen: Zwar könnten Ermittlungen schmerzhafte Erkenntnisse zu Tage fördern – das sei aber allemal besser als ein „Leben in Sorge und Ungewissheit“. „Ich denke, jeder, der schon mal selbst in der Situation war, an der Treue des Partners zu zweifeln, kann sich ausmalen, was für ein beschissenes Gefühl das ist“, sagt Kurtz. Seine Botschaft: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Menschen, die zu ihm kämen, seien ganz unterschiedlich drauf, sagt Kurtz. „Manche sind furchtbar aufgeregt, andere ganz gelassen.“ Auf das Kundengespräch, aus dem sich eine Einschätzung ergibt, ob eine Ermittlung sinnvoll ist, und wenn ja, wo sie ansetzen kann und in welchem Umfang sie stattfinden soll, folgt der eigentliche Einsatz. „Dabei braucht man viel Konzentration, Sitzfleisch und eine gute Blase“, zählt Kurtz auf. Denn die meiste Zeit passiere herzlich wenig. Die wichtigsten Hilfsmittel bei der Observation sind das eigene Fahrzeug, eine hochwertige Kamera und das Smartphone. „Ansonsten, je nach Situation, gibt es verschiedene Gimmicks“, sagt Kurtz. „Gerade im Kamerabereich haben wir viele versteckte Lösungen. Dadurch, dass die Akkus mittlerweile so klein sind, kann man Kameras fast überall verstecken.“ 


Infobox


Detektive in Deutschland nicht staatlich anerkannt


Status: Trotz der Bemühungen des Bundesverbands des Detektiv- und Ermittlungsgewerbes (BuDEG) ist der Detektivberuf bis heute hierzulande nicht rechtlich geschützt – anders als in Nachbarländern wie etwa Österreich. Sie verfügen daher weder über einen besonderen Status noch über besondere Rechte bei der Überwachung.

Ausbildung: Dennoch bieten in Deutschland verschiedene Träger mehrmonatige Detektiv-Lehrgänge an. Dazu zählen die Sicherheitsakademie Berlin (SAB) oder die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD), die mit der IHK zusammenarbeitet.


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Rechtliche Einschränkungen bei Detektiv-Observationen


Dass die Beobachtung legal abläuft, ist Kurtz zufolge gewährleistet. Da es sich um einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der observierten Person handelt, muss ein berechtigtes Interesse vorliegen – etwa das wirtschaftliche Interesse eines Ehepartners. Grob gesagt: Je länger und fester die in Frage stehende Beziehung, desto gerechtfertigter eine Ermittlung, wenn ein Partner befürchtet, hintergangen zu werden.

Selbst dann aber gibt es eine Tabuzone, nämlich den so genannten höchstpersönlichen Lebensbereich. Da es sich bei (vermeintlicher) Untreue um keine Straftat handelt, muss der Detektiv seine Zielperson dann, wenn sie sich in den eigenen vier Wänden oder dem eigenen Fahrzeug aufhält, in Ruhe lassen.


Unterschiedlichste Fallkonstellationen bei Fremdgehen


Doch auch mit dem vorhandenen Spielraum gelangen die Ermittler in der Regel zu gesicherten Erkenntnissen. In 60 bis 70 Prozent der Fälle bestätige sich der Verdacht, sagt Patrick Kurtz – sei es, dass die observierte Person eine ernsthafte Beziehung zu jemand anderem hat oder „bloß“ bei einem Seitensprung erwischt wird.

Manchmal, erzählt Kurtz, kommen auch ganz andere Dinge heraus: „Zum Beispiel, dass der Mann spielsüchtig ist. Oder, dass er einen Nebenjob hat, den er aus irgendeinem Grund nicht verraten wollte.“ Ein Sonderfall besteht, wenn sich herausstellt, dass die observierte Person – in aller Regel sind es Männer – Prostituierte aufsucht. Die Reaktionen darauf können in Kurtz‘ Erfahrung sehr unterschiedlich ausfallen: von Erleichterung, weil es sich um kein „emotionales“ Fremdgehen handelt, bis hin zu Ekel. 


Umfassende Veränderungen des Detektiv-Berufs durch technologischen Wandel


Für seine Dienste nimmt Kurtz 74 Euro die Stunde. Damit sich eine Observation lohne, müsse man mindestens 500 Euro einplanen, sagt er. Zwar habe er schon Anfragen „vom Hartz-IV-Empfänger bis zum Fußballnationalspieler“ bekommen – letztlich leisten kann sich einen Detektiv aber nur eine betuchte Klientel, die in der Regel mittleren Alters ist. Männer und Frauen halten sich unter Kurtz‘ Kunden in etwa die Waage. Vorurteile, die mal dem einen, mal dem anderen Geschlecht bescheinigen, eher zum Fremdgehen zu neigen, kann der Detektiv nicht bestätigen.

Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig? Längst gibt es Spionage-Apps, mit denen sich das Handy des Partners überwachen lässt; in den sozialen Medien lassen sich „Treuetester“ engagieren, die die Zielperson mittels Flirtversuchen per Chat oder E-Mail auf die Probe stellen. Andererseits gibt es der IHK zufolge allein in Düsseldorf aktuell 26 Privatdetekteien.


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Kurtz gibt zu, dass im Zuge der genannten Entwicklungen weniger Aufträge eingehen. Er weiß aber auch zu berichten, dass Ermittlungen auf eigene Faust meist scheiterten: „Wir hatten es schon diverse Male, dass Leute kamen und meinten, ich habe es schon mal selbst versucht, und mein Partner hat mich erwischt.“

So dramatisch die Erkenntnis, dass der eigene Partner fremdgeht, im Einzelfall für den Betroffenen sein mag: Für Kurtz ist sie Alltag. Letztlich gehe es hier wie bei den meisten Ermittlungen um eine Form des Betrugs, sagt er: „Ich denke, man kann als Detektiv weiter darauf bauen, dass die Leute mit diesen Problemen zu uns kommen werden. Fremdgehen ist ein Phänomen, das sich durch die Menschheitsgeschichte hindurch zieht.“ 


Hinweis


Der Originalartikel erschien im September 2025 in der Rheinischen Post. Die Hervorhebungen (Fettschrift), Zwischenüberschriften, Bilder und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei Düsseldorf

Grafenberger Allee 293

D-40237 Düsseldorf

Tel.: 0211 9874 0021

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-duesseldorf.de

Web: https://www.kurtz-detektei-duesseldorf.de

Google: https://g.page/kurtz-detektei-duesseldorf

Originalbeitrag: https://kurtz-detektei-duesseldorf.de/news-aus-der-welt-der-detektive/Rheinische-Post-Interview-mit-Detektiv-Patrick-Kurtz-Beim-Observieren-braucht-man-Konzentration-Sitzfleisch-und-eine-gute-Blase/

Markenverstöße in Bordell-Werbung: Duisburger Detektiv mit Einsatz im Puff


Werbung mit fremdem geistigem Eigentum


Humor hatten die Betreiber des Vergnügungsetablissements an der Grenze zu den Niederlanden durchaus bewiesen, als sie sich den Markennamen einer deutschen Fluggesellschaft samt des Logos und eines Werbeslogans vornahmen, um beide in unverblümte Bordellwerbung umzuwandeln. Blöd nur für sie, dass die Urheberin und Markeninhaberin aus nachvollziehbaren Gründen wenig Freude an der Vermengung ihres Namens mit Sexarbeit hatte und deshalb, mittels einer Anwaltskanzlei, die Kurtz Detektei Duisburg mit der Überprüfung betraute, ob ihre einstweilige Verfügung gegen die ungenehmigte Markennutzung tatsächlich Anwendung fand. Konkret durften gemäß eines Urteils aus Düsseldorf das abgewandelte Markenzeichen und ein abgewandelter Werbeslogan „im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs für Dienstleistungen eines bordellartigen Betriebes“ sowie für den Betrieb eines Saunaclubs, die gewerbliche Zimmervermietung und den Betrieb von Hotels und Gaststätten sowie insbesondere für eine Partyveranstaltung nicht genutzt werden. 

Da die widerrechtliche Werbung von Beginn an vornehmlich auf klassischen, d. h. analogen, Wegen stattfand, musste die tatsächliche Einhaltung des genannten Urteils vor Ort an der niederländischen Grenze überprüft werden. Und nicht nur das: Die Anwälte der Fluggesellschaft teilten mit, dass man konkreten Grund habe, von einer fortgesetzten Nutzung der gerichtlich untersagten Werbung innerhalb der Räumlichkeiten des Etablissements ausgehen zu müssen. Folglich oblag es einem unserer Wirtschaftsdetektive aus Duisburg, das Bordell persönlich im Rahmen einer dortigen Partyveranstaltung aufzusuchen.  


Der Copyright-Beschwerde der Fluggesellschaft war gerichtlich zugestimmt worden.

Detektiv-Einsatz im „Milieu“


Als Einsatzkraft für diesen Auftrag legte sich die Einsatzleitung schnell auf einen alten Hasen aus der „Szene“ fest: ein Ermittler unserer Wirtschaftsdetektei in Duisburg, der vor seiner Ausbildung zum IHK-zertifizierten Detektiv umfangreiche Erfahrungen als Sicherheitskraft gesammelt und im Zuge dessen unter anderem als Türsteher für Bordellbetriebe im Ruhrgebiet gearbeitet hatte. Er kennt sich also bestens im „Milieu“ aus, weiß folglich, wie er sich unauffällig zu verhalten hat, und vor allem, mit welcher Art von Ansprache man in solchen Etablissements Redseligkeit ermutigt und dadurch an Informationen gelangt. 

Anders als man es sich vielleicht für eine Partyveranstaltung in einem Bordell vorstellt, fand diese nicht rein abends und nachts statt, sondern ging schon am Vormittag los. Bei der Ankunft unseres Detektivs aus Duisburg um zwölf Uhr mittags waren bereits sämtliche Parkplätze am Objekt belegt und der Andrang gestaltete sich so groß, dass zwei Sicherheitskräfte abgestellt waren, um den Verkehr zu regeln und die Besucher zu dem Parkplatz eines nahegelegenen Sportlerheims zu leiten. Schon beim Betreten des Bordells fiel dem Ermittler ein Poster hinter der Empfangstheke ins Auge, das alle drei gemäß der gerichtlichen Verfügung zu unterlassenden Markenverstöße zeigte: Name, Logo und Slogan. Da die Auftraggeber eine vollständige Dokumentation sämtlicher Verstöße erwarteten, war die Arbeit damit aber noch nicht getan: Unser Duisburger Privatdetektiv bezahlte den Eintrittspreis sowie eine obligatorische Verzehrgebühr für Speisen und Getränke. Im Gegenzug informierte ihn eine der Empfangsdamen über die hiesigen Konditionen für sexuelle Dienstleistungen im Zuge der Partyveranstaltung (Geschlechtsverkehr ab 50 €) und betonte, dass im Objekt weder Video- noch Fotoaufnahmen zulässig seien. Laut einer vorab erfolgten Rücksprache des Ermittlers mit Branchenkennern bezahlten die anwesenden Damen ebenfalls Eintritt für ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung, und zwar damit sie als weibliche Gäste geführt werden konnten und es schwer fallen würde, die Betreiber gemäß § 180a StGB „Förderung der Prostitution“ zu belangen. Angeblich verdiente das Bordell, das sich selbst als „Saunaclub“ bewarb, nichts an den individuellen sexuellen Dienstleistungen der anwesenden Prostituierten, sondern zog seine Einnahmen rein aus den Eintrittsgeldern und Verzehrumsätzen.


Mottoparty: Boarding-Time im „Saunaclub“


Nach dem aufschlussreichen Intro am Empfang begab sich unser Privatdetektiv aus Duisburg in den Umkleidebereich, um den weißen Bademantel und die weißen Sandalen anzulegen, die ihm von den Mitarbeiterinnen beim Eintritt übergeben worden waren. Dabei fiel ihm auf, dass selbst die Umkleidekabinen mit Domkameras ausgestattet waren. Einmal in der vorgegebenen Montur, betrat der Ermittler schließlich den eigentlichen „Party“-Bereich. Dort waren bereits um die 70 männlichen Gäste zugegen, denen circa 35 Frauen gegenüberstanden. Letztere waren allesamt in auffällige Einheitsoutfits gekleidet: eine sexualisierte Version des typischen Dienstoutfits von Stewardessen der Auftraggeber unserer Privatdetektei in Duisburg. Auch diese Erkenntnis dürfte von großem Interesse für unsere Klientin gewesen sein, auch wenn die Uniformen immerhin nicht mit Markennamen oder -logos daherkamen. 

Der eingesetzte Duisburger Detektiv schaute sich weiter in dem Etablissement um und stellte dabei fest, dass alles deutlich überdurchschnittlich sauber und gut organisiert war – hier wurde planvoll vorgegangen, von einem Versehen konnte also bei der gerichtlich untersagten Weiternutzung der beanstandeten Logos und Wortspiele keine Rede sein. Dennoch fanden sich selbige auf mindestens vier weiteren Postern im Gästebereich. Auf ihnen wurde der Ablauf des Programms beschrieben und dafür gezielt Vokabular aus der Luftfahrt verwendet, beispielsweise „11:00 Bordingtime [sic] und Einchecken“. 


Die Sexarbeiterinnen empfingen die Gäste in Stewardessen-Outfits.

Detektiv belauscht uneinsichtigen Bordellbetreiber


Nach seiner Überblicksbegehung der Räumlichkeiten beschloss der Ermittler unserer Detektei aus Duisburg, sich ins Büffetzelt einzufinden, um dort unter dem Vorwand eines Speiseverzehrs unauffällig die Abläufe beobachten zu können, ohne von den anwesenden Damen belästigt zu werden. Er setzte sich an einen Tisch mit zwei weiteren männlichen Personen und wurde kurz darauf für seinen Ermittlungsansatz belohnt: Eine männliche Person in Straßenkleidung und mit dem Clublogo auf dem T-Shirt, die dem Detektiv schon zuvor durch das Verteilen von Anweisungen aufgefallen war, gesellte sich mit an den Tisch und fing ein Gespräch mit den beiden anderen Männern an. Selbiges setzte ohne weitere Umschweife direkt bei der gerichtlichen Verfügung unserer Auftraggeber an. Auch die beiden angesprochenen männlichen Personen schienen mit dem Vorgang vertraut zu sein, und schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem Herrn in Straßenkleidung um den Betreiber höchstpersönlich handelte. 

Dieser gab an, erst am Vortag Kenntnis von dem Gerichtsbeschluss erhalten zu haben. Folglich sei es ihm zum einen nicht mehr möglich gewesen, die vorhandenen Markenrechtsverstöße zu beseitigen, und zum anderen sei ihm das auch egal, da die Fluggesellschaft schließlich nur das Recht an ihren eigenen Marken und Slogans habe, jedoch nicht an seinen abgeänderten Versionen – eine, selbstverständlich, unsinnige Ansicht, doch in den zwei Männern fand der Bordellbetreiber ein dankbares Publikum. Schließlich fabulierte er noch darüber, an die Presse gehen zu wollen, sollte er tatsächlich eine Geldstrafe zahlen müssen, und auf diese Weise „eine riesige Werbung für meinen Laden“ zu generieren. Nach der Beendigung der Unterhaltung folgte unser Detektiv aus Duisburg dem Betreiber des „Saunaclubs“, um ein Vier-Augen-Gespräch mit ihm zu führen und darin weitere relevante Informationen zu eruieren, doch leider bog der Zuhälter, der sich nicht als solcher verstanden wissen wollte, in einen als privat gekennzeichneten Raum ab und ließ sich bis zum Einsatzende nicht mehr blicken.


Bordell mit Millionenumsatz


Bis zum Nachmittag und damit bis zum geplanten Ende der Vor-Ort-Überprüfung sammelte der Privatermittler weitere Beobachtungen. So erhöhte sich die Gesamtzahl der gleichzeitig anwesenden männlichen Gäste nach und nach auf deutlich über einhundert und jene der weiblichen Dienstleister auf circa fünfzig. Da sich viele nicht ganztägig dort aufhielten und manche direkt nach Verrichtung ihres speziellen Geschäfts direkt wieder gingen, ließ sich der Gesamtdurchlauf an Besuchern anhand der getätigten Beobachtungen nicht seriös kalkulieren. Allerdings hatte unser Duisburger Wirtschaftsdetektiv schon vor Einsatzbeginn in Erfahrung gebracht, dass der Club mehrere Millionen Euro Umsatz pro Jahr machte. Augenscheinlich fand auch die Mottoparty regen Anklang. Dazu sei gesagt, dass, wie unser Ermittler, nicht jeder männliche Gast mit einer Dame auf ein Zimmer ging. Vielmehr beobachtete der Detektiv immer wieder Gruppen von Männern, die in lockerer Atmosphäre über Geschäftliches sprachen und hin und wieder den Wellnessbereich nutzten.

Als keine weiteren wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten waren und sich die Budgetgrenze näherte, beendete der Ermittler den Einsatz. Zurück im Büro fertigte er seinen Ermittlungsbericht, und das Team der Kurtz Detektei Duisburg leitete selbigen im Anschluss an die Nachbearbeitung an die Anwaltskanzlei der geschädigten Fluggesellschaft weiter.


Hinweis


Zur Wahrung der Diskretion sowie der Persönlichkeitsrechte von Auftraggebern und Zielpersonen wurden alle Namen und Orte in diesem Fallbericht bis zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert. 


Kurtz Detektei Duisburg

Auf dem Damm 112

47137 Duisburg

Tel.: 0203 3196 0052

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-duisburg.de

Web: https://www.kurtz-detektei-duisburg.de

Google: https://g.page/kurtz-detektei-duisburg

https://www.kurtz-detektei-duisburg.de/2023/03/02/markenverstöße-in-bordell-werbung-duisburger-detektiv-mit-einsatz-im-puff/

https://www.kurtz-detektei-duisburg.de/wirtschaftsdetektei-duisburg/markenrechtsverstöße-widerrechtliche-werbung/


Hinweis zur Genderpolitik der Detektei Kurtz


Die Detektei Kurtz verzichtet in ihren Texten vorrangig aus pragmatischen Gründen bewusst auf das linguistische Gendern. Dies drückt in keiner Form einen Mangel an Respekt gegenüber weiblichen oder diversen Personen aus. Wir beschäftigen seit jeher Frauen in Führungspositionen, sind aus Überzeugung unvoreingenommen, tolerant und inklusiv und gönnen jedem und jeder die volle soziale und gesellschaftliche Gleichstellung.

Jedoch spiegelt der Gendertrend und -druck in den Augen unseres Inhabers Patrick Kurtz (Literaturwissenschaftler, im Nebenberuf Lektor) ein grundlegendes linguistisches Unverständnis gegenüber dem generischen Maskulinum in der deutschen Sprache wider. Tag für Tag sorgt der Gendertrend nicht nur für schwer lesbare Texte und lenkt damit vom Inhalt ab, er produziert auch grammatikalische Fehler, selbst in Fachpublikationen. Zudem sind die immer wieder vorgebrachten vorgeblichen Beweise sowohl für die negativen Auswirkungen des generischen Maskulinums als auch für die positiven Effekte des Genderns keineswegs, wie so oft behauptet, wissenschaftlich schlüssig belegt. Für Patrick Kurtz schafft die Gendersprache Unterschiede, wo Gleichheit herrschen sollte und angeblich auch angestrebt wird. Ihr Konzept ist im Kern diskriminierend.