Erbenermittlung zwecks Eigentumsregulierung einer Immobilie


Suche nach der Miteigentümerin einer Immobilie in Sarajevo


Unser Auftraggeber aus Sarajevo in Bosnien-Herzegowina, nennen wir ihn Herrn Horvat, hatte eine Immobilie von nicht unerheblichem Wert in der Landeshauptstadt geerbt und wollte diese nun veräußern. Sein Problem: Eine Frau Anisa Babić war seit den 50er Jahren im Grundbuch als Miteigentümerin verzeichnet – ohne ihre Zustimmung konnte Herr Horvat die Immobilie nicht verkaufen. Da ihm keinerlei Kontaktdaten zu Frau Babić vorlagen und er lediglich wusste, dass sie irgendwann nach Deutschland und dort in den Badischen Raum verzogen war, beauftragte er unsere Detektei für Karlsruhe* mit der Personenermittlung – eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, da der Gehalt der vorliegenden Informationen sehr überschaubar war (es waren weder ein Geburtsdatum noch eine ehemalige Wohnadresse noch zumindest ein Wohnort bekannt).


Keine Person in Deutschland mit den bekannten Parametern


Der Hauptrechercheur der Detektei Kurtz ermittelte über das Suchkriterium „Babić“ in Verbindung mit diversen Orten in Baden-Württemberg mehrere Personen, die möglicherweise in Kontakt zur gesuchten Dame standen. Allerdings konnte keine dieser ermittelten Personen Auskunft geben, auch nicht solche mit demselben Familiennamen. Alle weiteren Ermittlungen unseres Detektivs in Karlsruhe unter Verwendung der vorhandenen Daten deuteten darauf hin, dass die gesuchte Person nie in Deutschland existierte. Allerdings war er in der Lage, eine Dame ausfindig zu machen, auf die fast alle Kriterien passten, allein die Schreibweise des Nachnamens wich ab – in deutschen Registern „Babiz“. Handelte es sich um einen reinen Schreibfehler der deutschen Behörden? Diese Person war in den späten zwanziger Jahren im damals jugoslawischen Tuzla geboren worden, tauchte ab den 60ern in deutschen Registern auf, unter anderem mit dem Status „verheiratet“, und verstarb im Jahr 2001 an unbekanntem Ort. Zwar wurde während der Recherche nicht ersichtlich, wo der Sterbefall beurkundet ist, jedoch existierte eine Nachlassakte am Nachlassgericht/Amtsgericht Karlsruhe.

Somit war die Personenermittlung durch unseren Privatdetektiv in Karlsruhe geglückt. Da die Gesuchte jedoch nicht mehr zum Sachverhalt konsultiert werden konnte, war es nun an uns, im nächsten Ermittlungsschritt die Identität des Erben bzw. Erbberechtigten zu recherchieren.


Ergebnis der Nachlassrecherche: Sohn als Alleinerbe


Mit dem zuvor ermittelten Aktenzeichen der Nachlassakte, einer Vollmacht des Auftraggebers samt schriftlicher Begründung für die Antragstellung und dem bosnischen Grundbuchauszug zur Immobilie begab sich ein Ermittler unserer Privatdetektei in Karlsruhe zum Amtsgericht, um dort Akteneinsicht zu nehmen und auf diese Weise die Identität des Erben zu erfahren. Nach passabler Wartezeit wurde unser Detektiv von einem Sachbearbeiter des Gerichts aufgerufen und trug diesem sein Anliegen vor. Daraufhin holte der Beamte einen Minidiafilm hervor, auf dem das Testament der verstorbenen Frau Babić archiviert lag. Darin war ihr 1961 in Deutschland geborener Sohn als Alleinerbe verzeichnet, somit handelte es sich bei ihm um den Ansprechpartner für unseren Klienten Herrn Horvat.

Die Nachlassakte enthielt auch eine Adresse des Erben in Würzburg. Auf Nachfrage teilte der Sachbearbeiter des Gerichts unserem Detektiv in Karlsruhe allerdings mit, dass diese Adresse laut Melderegister veraltet war; gemäß letzter Ummeldung aus dem Jahr 2003 lebte der Sohn inzwischen selbst in der Fächerstadt und zwar in einer Wohnung, die er von seiner verstorbenen Mutter geerbt hatte.


Es passte wie die Faust aufs Auge, dass uns diese Recherche in Karlsruhe zu einem Gericht führte, ist die Stadt doch als „Residenz des Rechts“ bekannt, da sie als einzige sämtliche Wege der deutschen Gerichtsbarkeit beherbergt (u.a. BGH und BVerfG). 

Ermittlung der Kontaktdaten des Erben


Eine kurze Telefonbuchrecherche förderte sogar eine Festnetznummer zum Erben hervor, allerdings folgte auf den Anrufversuch des Ermittlers die Ansage „kein Anschluss unter dieser Nummer“. Folglich fuhr unser Karlsruher Detektiv kurzentschlossen zur wenige Kilometer entfernten Meldeadresse des Gesuchten, traf ihn dort allerdings nicht an, denn keines der Klingelschilder an dem Mehrfamilienhaus trug seinen Namen. Durch Befragung der Nachbarn brachte der Ermittler in Erfahrung, dass der Erbe vor einigen Jahren aufs Land gezogen sei. Die Wohnung gehöre ihm wohl noch, werde aber inzwischen an eine Familie vermietet. Die Mieter würden die Kontaktdaten des Erben sicherlich kennen.

Entsprechend klingelte der Privatermittler an der Tür von Frau Babićs früherer Wohnung, allerdings öffnete niemand. Nach einer angemessenen Wartezeit ohne Rückkehr der Bewohner oder neue Erkenntnisse durch weitere Befragungen beschloss unser Privatdetektiv in Karlsruhe im Sinne der Kostenbeschränkung, den Einsatz vorerst zu beenden und später vom Büro aus zu versuchen, die Familie über eine im Internet ermittelte Telefonnummer anzurufen. Dies gelang nach mehreren Versuchen, die Mieter legten allerdings eine gesunde Skepsis an den Tag und waren nicht bereit, die Daten des Erben an uns weiterzuleiten. Stattdessen versprachen sie, ihn zu kontaktieren, um ihm unser Anliegen mitzuteilen und unsere Rückrufnummer (0800 8033 967) weiterzuleiten. In Absprache mit Herrn Horvat beschloss die Einsatzleitung unserer Detektei in Karlsruhe, erst einmal eine Woche abzuwarten, ob sich der Erbe melden würde, ehe man eine kostenpflichtige Anschriftenermittlung hätte nachschieben können; schließlich dürfte der Gesuchte selbst großes Interesse an der Kontaktaufnahme haben, denn es widerfährt einem ja nicht jeden Tag, dass man von einem bislang unbekannten Immobilienerbe erfährt. Entsprechend erfolgte der erhoffte Anruf bereits am Morgen des Folgetags, und uns war es schlussendlich möglich, den Kontakt zwischen den beiden Erben der Immobilie in Sarajevo herzustellen.


Bundesweite Grundbuchdatenrecherche durch die Detektei Kurtz


Übrigens: Bei Vorliegen eines berechtigten Interesses bietet die Detektei Kurtz deutschlandweit Informationen zu Grundbuchdaten von Grundstücken an (Eigentumsverhältnisse, Kontaktdaten zu Eigentümern und ggf. Verwaltern, Flächendaten, Hypotheken- und Grundschulden und einiges mehr): 0800 8033 967.


Alle Namen und Orte sind im Sinne des Klienten- und Zielpersonenschutzes selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.

Kurtz Detektei Stuttgart

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Kindesunterhalt: Vortäuschung einer Schulausbildung | Ermittlungen unserer Detektei in Würzburg


Kein Kontakt, dafür aber Unterhaltsforderungen


Seit 21 Jahren zahlte Herr Roth (alle Namen geändert) Unterhalt für seine Tochter Caroline Frege aus Würzburg, die er nie persönlich zu Gesicht bekommen durfte, da die Kindesmutter jeglichen Kontakt von Geburt an verweigert hatte. Als die Tochter volljährig wurde, unternahm Herr Roth, der im schweizerischen Bern lebte, mehrere postalische Kontaktversuche, doch eine direkte Antwort seines Kindes blieb aus. Stattdessen teilte ihm die Mutter mit, Tochter Caroline wolle ein für alle Mal nichts mit ihm zu tun haben. Aus Herrn Roths Enttäuschung über diese Zurückweisung bildeten sich nach und nach Zweifel heraus. Zweifel, ob Caroline seine Briefe jemals erhalten hatte. Zweifel, ob sie wirklich noch zur Schule ging. Zweifel, ob sie der monatlich entrichtete Kindesunterhalt überhaupt erreichte. Denn die Mutter behauptete standhaft, dass Caroline auch heute noch – mit nunmehr 22 Jahren – eine Schule besuche, in der Wohnung der Mutter lebe, kein festes Einkommen und auch kein eigenes Bankkonto habe, weshalb der Unterhalt stets auf das Konto der Mutter überwiesen wurde. Gerade die Behauptung bezüglich des Bankkontos erschien Herrn Roth doch schon sehr eigentümlich, schließlich besitzt doch so gut wie jeder Volljährige in Deutschland ein eigenes Konto.

Aufgrund dieser fragwürdigen Punkte beschloss er, den Rat und die Dienste unserer erfahrenen Detektei in Würzburg* einzuholen. Durch Observationen der Tochter sollten wir prüfen, ob die Unterhaltsangaben der Mutter korrekt waren oder ob es sich um einen Fall von Unterhaltsbetrug handelte.


Warten auf Caro – keine Spur von der Zielperson


Die ersten drei Observationstage unserer Detektive in Würzburg wurden von einem erheblichen Problem überschattet: Weder die Zielperson Caroline Frege noch ihre Mutter traten an deren gemeinsamer Melde- und angeblicher Wohnadresse in Erscheinung. Stattdessen erkannten die Ermittler mehrfach eine alte Frau (80 Jahre oder älter) an den Fenstern der entsprechenden Wohnung des Mehrfamilienhauses. Zwar stand der Nachname von Mutter und Tochter an Klingelschild und Briefkasten, doch hierbei könnte es sich um ein gezieltes Täuschungsmanöver gehandelt haben, das dem Zweck diente, die Anschrift als postalische Zustelladresse missbrauchen zu können. Für die Ermittler ergab sich der Verdacht, dass die Zielperson gar nicht an dieser Adresse wohnte – einerseits gut für Herrn Roth, da seine Zweifel an der Ehrlichkeit der Mutter dadurch neuen Nährboden erhielten, andererseits problematisch, da die Tochter ohne bekannte Wohnadresse nicht zur Observation aufgenommen werden konnte.

Um an Carolines angeblicher Ausbildungsstätte neue Hinweise zu sammeln, teilte sich unser zweiköpfiges Detektivteam in Würzburg am dritten Ermittlungstag auf: Ein Observant blieb an der bekannten Adresse, der andere fuhr zur Schule. Doch auch dort trat die Tochter nicht in Erscheinung und es konnten keine Hinweise auf ihren Verbleib gesammelt werden. Immerhin zeigte sich die Mutter der Zielperson im Laufe des Tages an der bekannten Adresse, betrat das Gebäude mit einem eigenen Schlüssel, verbrachte eine gute halbe Stunde im Inneren, kehrte mit mehreren Briefen in der Hand zurück und fuhr wieder ab. Unsere Privatdetektive folgten ihr, doch leider parkte sie ihr Fahrzeug in einer Tiefgarage, die zu einem weiträumigen Gebäudekomplex mit unzähligen Hausnummern und noch weitaus mehr Mietparteien gehörte. Da sie die Tiefgarage durch einen unterirdischen Zugang verlassen haben musste, konnten unsere Privatermittler nicht feststellen, welchen Bereich des Komplexes sie danach betreten hatte. Zwar kontrollierten sie zum Abschluss der Maßnahme sämtliche Klingelschilder, doch der Name der Mutter fand sich auf keinem davon.


Neue Adresse = neue Chance für unsere Detektive in Würzburg


In Absprache mit Herrn Roth sollte noch ein vierter Observationsversuch an der bekannten Adresse – nicht am neu ermittelten, aber kaum zu kontrollierenden Gebäudekomplex – unternommen werden. Würde Caroline dabei erneut nicht in Erscheinung treten, wäre vor weiteren Beobachtungsmaßnahmen das Ergebnis einer parallel initiierten Adressermittlung abzuwarten. Am frühen Nachmittag – kurz vor dem geplanten Observationsende – kam die Zielperson tatsächlich die Straße zur vorgeblichen Wohnadresse hinuntergelaufen. Sie betrat das Mehrfamilienhaus nicht mit einem eigenen Schlüssel, sondern klingelte bei ihrer vorgeblichen Wohnung und wurde daraufhin eingelassen. Später verließ Caroline das Haus in Begleitung der alten Dame, die mehrfach an den Fenstern der entsprechenden Wohnung gesehen worden war. Beide Frauen begaben sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem Kindergarten und nahmen dort an einem Martinsumzug teil, ohne dass ein direkter Bezug der beiden zu einem der Kinder erkennbar wurde. Im Anschluss brachte die Zielperson die alte Frau zurück nach Hause und begab sich nach kurzer Verweilzeit in der Wohnung mit dem Bus zu einer anderen Anschrift in Würzburg, an der sie auch übernachtete. Ihr Name fand sich leider nicht am Klingelschild, jedoch gab es eine „WG A.R., C.F., K.R.“ – womöglich ein Hinweis auf eine Wohngemeinschaft mit Caroline Frege (C.F.) als Mitbewohnerin.

Mit wechselnden Observanten wurde die Beobachtung unserer Detektei für Würzburg bis weit in den Folgetag hinein fortgesetzt, da nun endlich die Chance gekommen war zu prüfen, ob die Zielperson

  • die Schule besuchte,
  • einer Erwerbstätigkeit nachging,
  • tatsächlich an der neuen Anschrift wohnte,
  • mit ihrer Mutter zusammenlebte.

Das einzige Problem: Der Folgetag war ein Samstag.


Ereignisarm und doch erkenntnisreich


Die Aufnahme der Zielperson war somit schließlich geglückt. Um diese Chance nicht durch Sparmaßnahmen zu vertun (siehe unsere Detektivhonorare) und um sicherzugehen, dass Caroline tatsächlich an der neuen Anschrift wohnte, sollte die Observation in Übereinstimmung mit Herrn Roth auch am Samstag fortgeführt werden. Wie zu erwarten war, suchte die Zielperson an diesem Tag weder die Schule auf, noch übte sie eine Erwerbstätigkeit aus. Stattdessen unternahm sie ein paar Stündchen „Shopping“ in der Innenstadt, verzehrte einen Döner und zog sich für den Rest dieses ungemütlichen Novembertages in das neue Wohnobjekt zurück. Das ist zwar nicht viel an Aktivitäten, aber der Tag gab unserer Privatdetektei für Würzburg dennoch Aufschluss über zwei wichtige Punkte:

Zum einen hatte sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Caroline dauerhaft hier aufhältig sein würde, da sie erstens abends zu dieser Adresse zurückkehrte und zweitens sich ihr ausgeschriebener Nachname am Briefkastenschild der WG im Inneren des Gebäudes fand (das unauffällige Betreten des Objekts zwecks Kontrolle des Briefkastens war unseren Ermittlern am Vortag wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr möglich gewesen). Zum anderen hatte Caroline mit einer Bankkarte Geld von einem Sparkassenautomaten abgehoben, womit bewiesen war, dass sie mindestens die Verfügungsgewalt über ein Konto hatte bzw. aller Wahrscheinlichkeit nach sogar ein eigenes besaß. Die beiden neu ermittelten Adressen von Mutter und Tochter ließen stark darauf schließen, dass beide nicht, wie gegenüber unserem Auftraggeber behauptet, zusammenwohnten. Somit handelte es sich um getrennte Haushalte, die sicherlich nicht über ein und dasselbe Bankkonto liefen.


Verstöße gegen die Informationspflicht


In den kommenden Wochen unternahmen unsere Privatdetektive in Würzburg immer wieder an unterschiedlichen Wochentagen stichprobenhafte Tagesobservationen. Hierbei stellte sich nach und nach klar heraus, dass die Zielperson

  • tatsächlich dauerhaft an der neuen Adresse wohnte,
  • das ursprüngliche Observationsobjekt regelmäßig aufsuchte, um dort die alte Frau zu besuchen,
  • tatsächlich zur Schule ging, dies allerdings nur an zwei von fünf Werktagen,
  • an den anderen drei Werktagen in einem Dienstleistungsunternehmen als Auszubildende arbeitete.

Die Mutter trat an Carolines neuer Adresse nicht ein einziges Mal in Erscheinung.

Laut geltender deutscher Rechtssprechung sind Einkünfte, die das Kind aus Erwerbstätigkeiten generiert, auf den Unterhaltsanspruch anzurechnen – auch dann, wenn es sich um Auskünfte aus einer Berufsausbildung handelt. Somit führte Carolines Tätigkeit zu einer Minderung, wenn nicht sogar zum Wegfall des Unterhaltsanspruchs (in Abhängigkeit von der Höhe der Ausbildungsvergütung). Die Aufnahme der Tätigkeit und die Höhe der Vergütung wären dem Unterhaltszahler, also Herrn Roth, zwingend mitzuteilen gewesen. Sofern die Vorsätzlichkeit dieser Unterlassungshandlung gegeben gewesen wäre, hätte es sich um einen Betrugsfall gehandelt. Um die Vorsatzfrage zu klären, zugleich aber auch die Schuldfrage zu beleuchten (Mutter, Tochter oder beide?), unternahm unsere Detektei für Würzburg zwei weitere Maßnahmen.



Ein klärendes Gespräch der Detektive mit der Zielperson


Nach Beendigung der Observationsmaßnahmen holte ein Ermittler mittels Vollmacht des Auftraggebers eine Schulbescheinigung zur Zielperson ein. Die Bescheinigung bestätigte zwar den Schülerstatus – in Teilzeit/duales System –, gab jedoch keine Auskunft darüber, ob Caroline den Unterricht auch tatsächlich im erforderlichen Umfang besuchte. Viel wichtiger aber: Laut der Bescheinigung hatte die Zielperson diesen Status bereits seit über zwei Jahren inne. Das letzte Mal, dass die Mutter den Schülerstatus der Tochter bestätigt und dabei explizit ausgesagt hatte, dass Caroline kein Einkommen generiere, lag weniger als ein Jahr in der Vergangenheit. Der Vorsatz war somit gegeben, ein „versehentliches Vergessen“ der Informationsweitergabe an den unterhaltsleistenden Vater ausgeschlossen.

Da Herr Roth, wie eingangs erwähnt, vermutete, dass seine Briefe die Tochter nie erreicht hatten, war er aus der Ferne stark geneigt, die Schuld bei der Mutter zu wähnen. Deshalb gab er unseren Ermittlern die Anweisung, mit seiner Tochter über die Gesamtproblematik zu sprechen. Die Ergebnisse des Gesprächs kurz zusammengefasst:

  1. Caroline hatte niemals etwas von den Kontaktversuchen ihres Vaters erfahren.
  2. Das Verhältnis zur Mutter war seit Jahren zerrüttet. Sie lebten schon seit Carolines 17. Lebensjahr nicht mehr zusammen.
  3. Caroline erhielt keinerlei finanzielle Unterstützung von ihrer Mutter, somit auch nicht die Unterhaltszahlungen des Vaters.
  4. Da Caroline eine ausreichende Ausbildungsvergütung erhielt und schon seit dem 18. Lebensjahr immer Einkommen aus Erwerbstätigkeiten generiert hatte, hätte sie ohnehin keinen Unterhaltsanspruch mehr gehabt.
  5. Selbstverständlich verfügte sie über ein eigenes Bankkonto.
  6. Die von Caroline regelmäßig besuchte Dame an der ursprünglichen Adresse war ihre Großmutter.
  7. Sie würde ihren Vater liebend gern kennenlernen und ließ sich deshalb seine Telefonnummer geben.

Hiermit war dieser Fall für unsere Detektive in Würzburg abgeschlossen. Im Nachgang erfuhren wir noch, dass es persönliche Treffen und eine deutliche Annäherung zwischen Vater und Tochter gegeben hatte. Außerdem befand sich Herr Roth nach unserem letzten Kenntnisstand in fortgeschrittenen, über Anwälte geführten Verhandlungen über die Rückzahlung der jahrelang zu Unrecht durch die Mutter vereinnahmten Unterhaltszahlungen sowie über die dadurch verursachten Detektivkosten.


Alle Namen und Orte sind im Sinne des Klienten- und Zielpersonenschutzes selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.

 

Kurtz Detektei Nürnberg und Franken

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Keine Lösung ohne warten – Patrick Kurtz im Interview mit der Sicherheitsakademie Berlin


Ein Absolvent der Sicherheitsakademie Berlin berichtet über seine tägliche Praxis als Detektiv


In einem bisher unveröffentlichten Interview befragte die Sicherheitsakademie Berlin Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Potsdam und Brandenburg, zum Detektivberuf und dessen Zugangsvoraussetzungen, zu seinem persönlichen Werdegang und zu seinen Berufserfahrungen seit dem Abschluss des IHK-Zertifikatslehrgangs Fachkraft Detektiv:

Die Arbeit als Detektiv ist nicht zu unterschätzen und trotzdem erschaffen Vorbilder wie der berühmte Sherlock Holmes immer wieder starkes Interesse an dem Berufsbild des „Ermittlers“. Als Absolvent der Sicherheitsakademie Berlin und selbständig tätiger Privatdetektiv kann Patrick Kurtz ein paar Einblicke in seine tägliche Arbeit geben.


Lieber Herr Kurtz, welche Qualifikationen und Kenntnisse braucht man als Privatdetektiv? Was macht einen erfolgreichen Ermittler aus?


Rechtskenntnisse sind unabdingbar. Wer seine rechtlichen Grenzen nicht kennt, macht sich in diesem Beruf eher früher als später strafbar, denn gerade im Detektivgewerbe gibt es zahlreiche Fallstricke. Fällt man über einen davon, muss man erhebliche Konsequenzen fürchten. Zudem ist es ohne fundierte Rechtskenntnisse überhaupt nicht möglich, Klienten seriös zu beraten. Zu den weiteren persönlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Ermittlungen zählen konstante Konzentrationsfähigkeit bei langwierigen Observationen, ein hohes intuitives Situationsgespür, Kreativität bei der Lösung schwer zugänglicher Fälle, Hartnäckigkeit, Teamfähigkeit sowie ein umfangreiches und zuverlässiges Netzwerk an Kontaktpersonen.


Wie kann man sich Ihren Berufsalltag vorstellen? Welche Aufgaben gibt es zu erledigen und mit welchen Problemen werden Sie immer wieder konfrontiert?


Mein Berufsalltag spielt sich mittlerweile überwiegend in der Organisation, Endkontrolle, Problemlösung und Kundenakquise ab. Fälle übernehme ich hauptverantwortlich nur noch, wenn sie für mich von besonderem Interesse sind, alle anderen werden auf die jeweils geeignetsten Mitarbeiter delegiert und entsprechend von ihnen in Rücksprache mit meinen Fachkoordinatoren und mir durchgeführt. Als ich noch regelmäßig selbst im Feld tätig war, bestand ein Großteil der Arbeit aus Warten, denn bei vielen Observationen geschieht über Stunden und teilweise auch Tage hinweg nichts. Wichtig ist es dann, im entscheidenden Moment trotzdem hellwach und fokussiert zu sein.

Zum Glück sind Observationen nicht immer langweilige Angelegenheiten, selbst beeinflussen kann man das aber leider kaum, da der Spannungsfaktor in der Regel vom Verhalten der Zielperson abhängt – bewegt sie sich viel, hat der Observant entsprechend viel zu tun, steht ständig unter Strom und erlebt einen aufregenden Tag; bleibt die Zielperson den ganzen Tag zu Hause, kann der Detektiv meist nur warten. Sehr spannend können sich auch Recherchen entwickeln, bei denen langwierige akribische Suchen mitunter frustrierend lange Zeit fruchtlos bleiben, bis ein häufig nebensächliches Detail einen Dominoeffekt auslöst; der Rechercheur kann sich dann wie an einer Kette von Information zu Information entlanghangeln, bis er schließlich zum gewünschten Ergebnis gelangt – ein sehr befriedigendes Gefühl.


Gerade bei Recherchen können kleine Denkanstöße große Auswirkungen haben. 


Illegale Beobachtungen und Verletzung der Privatsphäre – wie weit darf man gehen? Gibt es Situationen, in welchen sich ein Detektiv strafbar macht?


Datenschutzrechtlich ist vieles, womit sich Detektive täglich auseinanderzusetzen haben, schwammig bestimmt. Einzelne Urteile können große Auswirkungen auf die Branche haben, weshalb es wichtig ist, sich auch nach der Ausbildung ständig auf dem Laufenden zu halten. In vielen Fragen gibt es branchenintern keinen einheitlichen Konsens und auch Vollblut-Juristen können in den nicht seltenen Grenzfällen nicht mit einhundertprozentiger Gewissheit sagen, ob Ermittlungen und die Anwendung bestimmter Methoden rechtlich einwandfrei wären. Aufgrund der Risikobehaftung datenschutzrechtlich bedenklicher Maßnahmen, ist es bei uns Firmenpolitik, davon komplett die Finger zu lassen. Das heißt, dass wir weder selbst GPS-Tracker einsetzen, sofern die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse am betroffenen Fahrzeug nicht eindeutig geklärt sind, noch Untreue-Observationen durchführen, wenn die Beziehung nicht eindeutig verfestigt ist, noch ungebührlich in das Persönlichkeitsrecht der Zielperson eingreifen, indem wir beispielsweise durch die Fenster in die Wohnung hineinfilmen, wie man es leider immer wieder in zahlreichen minderwertigen deutschen Sendungen über vorgebliche Detektive sehen muss.


Wie sehen Sie die beruflichen Aussichten für Detektive in den kommenden Jahren?


Ich glaube, dass die Branche relativ krisenfest ist, da der Wunsch nach Informationen dem Menschen grundsätzlich innewohnt und somit immer Bedarf an der Ermittlung von Neuigkeiten besteht. Dieser Bedarf wird – wenn überhaupt – nur geringfügig eingeschränkt durch bundes- oder gar weltweite Wirtschaftskrisen. Für Nachwuchsdetektive sehe ich nicht erst in den kommenden Jahren, sondern schon jetzt große Möglichkeiten, denn das Durchschnittsalter in der Branche ist sehr hoch und die hervorragenden Köpfe, meist Diplom-Kriminalisten vom alten Schlag, verabschieden sich nach und nach alle in den Ruhestand. Nachkommen kann aus dieser Richtung nichts, weil die staatliche kriminalistische Ausbildung fahrlässiger Weise schon seit 20 Jahren kaum mehr existent ist. Entsprechend gibt es in vielen Regionen schon heute zu wenig qualifizierte Detektive. Berlin gehört zwar nicht dazu, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise aber schon – selbst einige Großstädte wie Dresden oder Rostock.


Warum würden Sie anderen den Beruf weiterempfehlen?


Ich würde den Beruf tatsächlich nur Personen weiterempfehlen, die die oben genannten Voraussetzungen mitbringen. Aufgrund der leider extrem niedrigen gesetzlichen Zugangsvoraussetzungen versuchen sich sehr viele Bürger in unserer Branche und scheitern damit häufig gnaden- und restlos, meist gehen sie unausgebildet und blauäugig in dieses „Abenteuer“. Die Ausbildung bei der Sicherheitsakademie Berlin hingegen hat mir geholfen, einerseits die erforderlichen Rechtskenntnisse aufzubauen und andererseits durch das Knüpfen von Kontakten zu erfolgreichen Berufsdetektiven Einblicke in die Branchenstrukturen sowie Ansprechpartner für gerade am Anfang regelmäßig auftretende Problemstellungen zu erhalten. Wer ein Freund der gewerblichen Selbständigkeit ist, geistig etwas auf dem Kasten hat, die technische Ausrüstung mitbringt und auch den durchaus vorhandenen körperlichen Anforderungen gerecht wird, kann sich sicherlich gewisse Erfolgschancen ausmalen, im Detektivgewerbe sowohl ein gutes Auskommen als auch ein spannendes Berufsleben zu finden.


Über die Sicherheitsakademie Berlin


Die Sicherheitsakademie Berlin ist ein zertifizierter und staatlich anerkannter Bildungsträger sowie Dienstleister des Bundes. Die Ausbildungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sicherheit und der Sicherheitstechnologien. Langjährige Erfahrungen des Geschäftsführers Torben Meyer als behördlicher Personenschützer, unter anderem von Generälen und hochrangigen Persönlichkeiten des Bundesministeriums für Verteidigung oder des NATO-Hauptquartiers in Brüssel, bildeten die Basis für die Gründung des Ausbildungsinstituts. Das Ziel der Akademie ist es, die Anerkennung der Sicherheit als qualifizierte Dienstleistung voranzutreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, vermittelt sie nicht nur fachliches Knowhow, sondern auch Werte, wie Pflichtbewusstsein und Verantwortung, denen sich die Institution verschrieben hat.

Die Angebote der Sicherheitsakademie Berlin richten sich hauptsächlich an gesellschaftliche Organisationen, staatliche Institutionen oder Unternehmen, die den Wunsch nach Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter haben, sowie Privatpersonen, die nach beruflicher Qualifizierung streben. Lehrgangsinhalte können auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Web: www.sicherheitsakademie-berlin.de


Kurtz Detektei Potsdam und Brandenburg

Gregor-Mendel-Straße 15

D-14469 Potsdam

Tel.: 0331 2785 0052

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-potsdam.de

Web: https://www.kurtz-detektei-potsdam.de

Google: https://g.page/kurtz-detektei-potsdam

https://www.kurtz-detektei-potsdam.de/2017/01/25/keine-lösung-ohne-warten-patrick-kurtz-im-interview-für-die-sicherheitsakademie-berlin/

„Von der Last, ein Geheimnis zu tragen“ – ein Radio-Feature mit Detektei-Inhaber Patrick Kurtz


Das Rätsel um Großmutters Schatzschatulle


Unlängst widmete die Journalistin Karoline Scheer, Trägerin des Deutschen Radiopreises 2014 in der Kategorie Beste Reportage, dem Thema „Geheimnisse“ ein Feature im Mitteldeutschen Rundfunk und interviewte dafür unter anderem Patrick Kurtz, Inhaber unserer Dortmunder Detektei.

Im Jahr 2007 hatte die Autorin eine verschlossene Metallkiste von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt – ohne den dazugehörigen Schlüssel. Seither treibt sie die Frage um, was diese Kiste wohl beinhalten könnte. Das Gedankenspiel führte Karoline Scheer weiter zu der Entscheidung, ob sie die Kiste öffnen oder sie verschlossen lassen sollte – Geheimnis lüften oder Geheimnis wahren? Zur Entscheidungshilfe interviewte sie diverse Gesprächspartner: einen Hacker, einen Blogger, einen Professor der Universität Tübingen und einen Privatdetektiv – Patrick Kurtz.

Den gesamten Beitrag, der zunächst auf MDR Kultur und anschließend auf anderen ARD-Kulturwellen ausgestrahlt wurde, können Sie sich hier anhören (Patrick Kurtz ab Minute 20:50). Die dauerhafte Verfügbarkeit der Audiodatei ist allerdings nicht garantiert und kann unsererseits nicht beeinflusst werden, da dies im Entscheidungsrahmen des Mitteldeutschen Rundfunks liegt. Nachfolgend finden Sie eine Niederschrift des veröffentlichten Gesprächsteils zwischen Karoline Scheer und Patrick Kurtz:


Sherlock 2016 – Pfeife, Chesterfield und Borussia Dortmund


Karoline Scheer: „Film und Fernsehen haben uns geschult, wen wir bei kniffligen Fällen anrufen müssen. Denn es gibt ihn noch, den Privatdetektiv. Und dieser raucht Pfeife und empfängt mich in einem braunen Ledersessel – ganz Sherlock.“

Patrick Kurtz: „Ausgestorben ist er [der Detektivberuf] nicht. Ich denke, den wird es immer geben, weil Informationen wertvoll sind. Informationen werden immer gebraucht werden und dementsprechend wird es auch den Beruf des Detektivs in absehbarer Zeit immer geben.“

Karoline Scheer: „Patrick Kurtz mag einige Klischees erfüllen, doch wie ein Detektiv sieht er nicht aus. 31 Jahre ist er alt, statt Tweed trägt er Strickjacke und seine Hausschuhe verraten, dass sein Herz für Borussia Dortmund schlägt. So weit, so gut.“


Ein paar der gängigen Klischees über Detektive sah Karoline Scheer beim Zusammentreffen mit Patrick Kurtz erfüllt, andere wiederum nicht. Der braune Ledersessel ist im Übrigen eigentlich rot.


Thema Privatsphäre | Schockmomente nach Ermittlungen


Patrick Kurtz: „Ich denke, jeder hat das Recht, Geheimnisse zu haben. Ich finde auch, dass es wichtig ist, dass jeder seine Privatsphäre schützen kann. Dieses Thema spielt ja auch für uns ständig eine Rolle, weil wir immer abwägen müssen, ob wir ein berechtigtes Interesse daran haben, Ermittlungen durchzuführen. Aber wenn Geheimnisse anderen Leuten schaden, dann müssen sie ans Licht kommen.“

Wir haben [im Detektiv-Alltag] natürlich schon immer mal wieder Überraschungen, bei denen die Leute etwas krassere Reaktionen zeigen. Zum Beispiel war da mal eine Frau, die nicht vermutete, dass der Mann unbedingt fremdgeht, sondern sich einfach wunderte, was er für Aktivitäten unternahm, weil er sich komisch verhielt. Dabei kam dann heraus, dass er offenbar bisexuell oder sogar homosexuell war [– welches von beiden konnten wir naturgemäß nicht feststellen –], denn er traf sich regelmäßig auf einschlägigen Parkplätzen mit anderen Männern und hatte im Wald oder auf den Toilettenhäuschen Geschlechtsverkehr. Das war für sie [die Ehefrau] schon ein größerer Schock, weil sie gemeinsame Kinder hatten, weil sie eine große Familie waren und er das Familienoberhaupt.“


Datenspionage durch Geheimdienste


Karoline Scheer: „Detektive brauchen Geheimnisse, denn ohne sie würde es ihren Beruf nicht geben. Trotzdem: Detektive zerstören Geheimnisse systematisch, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.“

Patrick Kurtz: „Tatsächlich ist es so, dass man sich vor den Geheimdiensten nicht abschirmen kann. Das war auch schon lange vor der BND- bzw. vor der NSA-Affäre klar, zumindest in Fachkreisen wusste jeder, dass die Daten rauskommen, dass wir in dem Sinne keine Chance haben, unsere Daten zu schützen. Aber [um sich] vor Leuten wie uns [zu „schützen“], also vor Detektiven, kann man schon ziemlich viel machen. Man kann nicht unbedingt seine Halterdaten davor schützen, dass sie jemand anfragt, man kann auch nicht seine Meldeadresse davor schützen. Aber bei allem, was wirklich im persönlichen Bereich stattfindet, was privat ist, sollte man schon in der Lage sein – wenn einem das wichtig ist –, die Daten vor anderen geheim zu halten.“

Karoline Scheer: „Laut Kurtz beauftragt jeder Deutsche [im Durchschnitt] 1,4 Mal im Leben einen Detektiv. Es ist mein erstes Mal und es ist ernüchternd:“


Was befindet sich in der Kiste?


Patrick Kurtz: „Wenn ich, wie Sie mir ja gerade gesagt hatten, nur die Hintergrundinformation habe, dass das eine Kiste ist, die Ihrer Großmutter gehörte, von der aber ansonsten nichts weiter bekannt ist, dann habe ich keine Anhaltspunkte, anhand derer ich etwas unternehmen könnte [im Sinne von Schlussfolgerungen ziehen]. Da können wir nichts machen.“

Karoline Scheer: „Wie würden Sie sie öffnen können, was wäre da rein technisch möglich? Sie sagten ja, schwierig ist es nicht?“

Patrick Kurtz: „Lockpicking heißt die [zuvor angesprochene] Methode, mit der man die meisten Schlösser öffnen kann.“

Karoline Scheer: „Wie viel Zeit würde Sie das in etwa kosten?“

Patrick Kurtz: „Mich – weil ich darin nicht geübt bin – bei so einem Schloss schätzungsweise 5 bis 15 Minuten. Jemand, der das regelmäßig macht, würde es innerhalb von wenigen Sekunden schaffen. Doch ich sehe gerade, mit Lockpicking werden wir das wahrscheinlich doch nicht machen können. Ich glaube, bei diesem Schloss ist man mit einer Zange schon ganz gut dabei.“


Weiterhören


Ob Karoline Scheer die Kiste ihrer Großmutter schließlich geöffnet hat oder nicht, können Sie gerne im Originalbeitrag nachhören, den wir im ersten Absatz verlinkt haben. Unsere Wirtschafts- und Privatdetektei aus Dortmund dankt Frau Scheer und dem MDR für diesen amüsanten Beitrag.


Mantrailing-Einsatz erfolglos: Vermisstensuche im Fall Anja Bareinz aus Leipzig


Bitte um Hinweise im Vermisstenfall Anja Bareinz


Nach drei Jahren ausnahmslos erfolgreicher Mantrailing-Einsätze, durch die unter anderem ein junger Mann vor dem Selbstmord bewahrt werden konnte, wurde unsere bisherige Erfolgsquote von 100 % durch den Vermisstenfall der Anja Valyiah Bareinz aus Leipzig leider gebrochen. Frau Bareinz, Mutter einer zweijährigen Tochter und wohnhaft in Grünau-Ost, wird seit dem 29.11.2016 vermisst. Nachfolgend erläutert die Kurtz Detektei Leipzig die Umstände des Verschwindens, soweit bekannt, und die Einzelheiten unseres Mantrailing-Einsatzes.

Wir sind dankbar für jeden Hinweis, der zur Auffindung der vermissten Dame führen könnte. Wenden Sie sich hierfür bitte entweder direkt an unsere Detektei (Tel.: 0341 6970 4082, E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-leipzig.de) oder an die zuständige Polizeidirektion Leipzig-Südwest (Tel.: 0341 94600).


Wer hat Anja Bareinz (1,74 m, schlanke Statur) am 29.11.2016 oder danach gesehen? Bitte helfen Sie der Familie, indem Sie Informationen weiterleiten – selbst wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei einer etwaigen Sichtung wirklich um Anja Bareinz handelte. 

Mantrailing als kriminalistisches Mittel zur Personensuche


Auftraggeberin unserer Leipziger Detektive ist die Mutter der Vermissten, die sich momentan um deren kleine Tochter kümmert. Laut Informationen unserer Klientin war der letzte bekannte Aufenthaltsort von Anja Bareinz am Abend des 29.11.2016 die Bar 55 an der Ecke Marktstraße/Lindenauer Markt in 04177 Leipzig. Seit ca. 21:45 an diesem Abend ist das Telefon der jungen Mutter ausgeschaltet.

Die Mutter der Vermissten kontaktierte die Kurtz Privatdetektei Leipzig und wurde von unseren Fachberatern auf die für gewöhnlich sehr effektive Möglichkeit des Mantrailings hingewiesen. Bei dieser Form der Vermisstensuche werden hochspezialisierte Personenspürhunde zum Einsatz gebracht, die anhand von Geruchsträgern die letzten Spuren einer gesuchten Person nachverfolgen können. Die Fähigkeiten dieser Hunde sind enorm, erfolgreiche Trails selbst noch nach Wochen und Monaten, teils durch widrigstes Gelände wie fließende Gewässer, zieren die Statistik unseres Mantrailing-Experten, entsprechend hoch ist die Erfolgsquote. Die Auftraggeberin unserer Leipziger Detektei erklärte sich mit dem Mantrailing-Einsatz einverstanden, und so fand sich unser Experte am 05.12.2016 auf dem Polizeirevier Leipzig-Südwest ein, um dort den Fall mit der Klientin und den zuständigen Sachbearbeitern der Polizei zu besprechen. Eine polizeiliche Begleitung des Trails war zwar nicht vorgesehen, doch uns wurde Unterstützung zugesichert, wenn die Hunde Signale zum Betreten von Häusern und Wohnungen geben sollten.


Problematische Sicherung der Geruchsträger


Der erste Schritt des Mantrailings besteht in der Sicherung einer geeigneten Geruchsprobe. Anhand der Geruchsmoleküle, die jeder Mensch sozusagen „verliert“, können Mantrailer-Hunde Spuren aufnehmen und über die Verfolgung der Moleküle den Weg der gesuchten Person nachvollziehen. Die Sicherung der Geruchsprobe im Fall Anja Bareinz sollte in ihrer Wohnung stattfinden, wo unsere Sachbearbeiter vom Lebensgefährten der Vermissten empfangen wurden. Dieser hatte bereits vier Kleidungsstücke auf dem gemeinsamen Bett bereitgelegt, allerdings war keines davon optimal geeignet, da die Kleidung nicht in luftdichten Tüten verpackt war und weil sich zu allem Überfluss mehrere Katzen auf dem Bett aufhielten, sodass die Kleidungsstücke aller Wahrscheinlichkeit nach kontaminiert waren. Unser Spezialist fragte deshalb nach getragenem Schuhwerk der Vermissten, dieses sei allerdings nicht vorhanden, da Frau Bareinz das einzige Paar Schuhe, das sie besitze, tragen müsse. Auf die Frage, ob es wenigstens eine Zahnbürste der Gesuchten gebe, wich der Lebensgefährte zunächst aus und bot eine eher ungeeignete Haarbürste an, schließlich willigte er jedoch in die Sicherung der Zahnbürste als Geruchsprobe ein.

Ideal – und in den meisten Fällen leicht zu beschaffen – wären Gegenstände, die Schweiß oder Talg beinhalten, sei es auch nur in geringen Mengen (bspw. durch Berührung mit den Fingern, wobei über die entsprechenden Drüsen stets beide Stoffe abgesondert werden). Zu diesen Geruchsträgern zählen zum Beispiel benutzte Kopfkissen, Decken, Handtücher und Taschentücher oder auch getragene Socken, Blusen, Hosen und, wie oben angedeutet, Schuhe. Wichtig ist zudem, dass die Geruchsträger nicht durch andere menschliche und – mit Einschränkungen – auch tierische Geruchsträger kontaminiert wurden, da sonst die Geruchsspuren mehrerer Personen anhängig sind, wodurch die Personenspürhunde Schwierigkeiten bekommen, ausschließlich der gesuchten Person zu folgen.


Anzeigeverhalten an zwei Orten in der direkten Umgebung


Der eigentliche Trail nach der Sicherung der Geruchsträger sollte knapp sechs Stunden dauern und wurde vollständig mit GPS-Geräten aufgezeichnet. Zum Zwecke der Gegenprüfung und der Entlastung im Ermüdungsfall kamen drei Mantrailing-Hunde im Wechsel zum Einsatz. Mittels des Geruchsträgers Zahnbürste begann die Suche an der Bar 55. Alle drei Hunde stellten ein Bewegungsprofil im Umkreis von ca. 1,5 km um die Bar 55 auf, wobei es an zwei Punkten zum Anzeigeverhalten der Tiere kam. Bei Punkt 1 handelte es sich um ein Wohnobjekt und bei Punkt 2 um ein Gewässer, beide sind durch die Polizei zu überprüfen.

Zu einem eindeutigen Ergebnis kam es leider nicht, immerhin aber ebenso wenig zu einem eindeutigen Hinweis auf ein Kapitalverbrechen. Die Problematik dieses Mantrailer-Einsatzes lag vermutlich in der Beschaffenheit der Geruchsträger. Neben der oben beschriebenen Probleme ließ sich leider nicht zweifelsfrei verifizieren, dass die Gegenstände tatsächlich der Vermissten gehören und dass sie auch nur von dieser genutzt wurden. Im Sinne unserer Auftraggeberin, der vermissten Anja Bareinz, ihrer kleinen Tochter, ihres Lebensgefährten und aller anderen ihr nahestehenden Personen hoffen wir auf eine baldige Aufklärung dieses Falles. Wir alle sind für jeden Tipp aus der Bevölkerung äußerst dankbar!


Kurtz Detektei Leipzig

Beuchaer Straße 10

04318 Leipzig

Tel.: 0341 6970 4082

Mobil: +49 (0)163 8033 967

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-leipzig.de

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Betrugsmasche: Schwangerschaftsvortäuschung, um Geld vom angeblichen Vater zu erpressen


Ein Rendezvous mit schwerwiegenden Folgen


Ein Rendezvous mit einer jungen, attraktiven Frau – welcher Junggeselle sagt da schon nein? Herr Lotte jedenfalls, späterer Auftraggeber unserer Detektei in Osnabrück*, freute sich über die Gelegenheit, einen netten Abend zu verbringen und dabei vielleicht sogar eine neue Herzensdame zu finden. Im Verlauf des Dates stellte sich allerdings schnell heraus, dass der Funke wohl nicht überspringen würde. Seine Begleiterin, Frau Fröhlich, war zwar Single und sehr hübsch anzusehen, entsprach intellektuell und zwischenmenschlich aber eher nicht den Vorstellungen unseres Klienten. Doch körperliche Bedürfnisse hat der Mensch schließlich auch und so kam es im Anschluss an das Date zu einem One-Night-Stand. Für den Auftraggeber unserer Detektive in Osnabrück war die Angelegenheit damit im wahrsten Sinne des Wortes erledigt. Man hatte sich darauf geeinigt, es bei diesem einen Treffen zu belassen.

Entsprechend überrascht war Herr Lotte, als er acht Wochen später einen Anruf von Frau Fröhlich erhielt, bei dem sie ihm mitteilte, dass sie von ihm schwanger sei. Unser Klient musste diesen Schock erst einmal sacken lassen. Welcher Mann wünscht sich schon ein Kind von einem One-Night-Stand? Und überhaupt hatte Frau Fröhlich vor dem ungeschützten Geschlechtsverkehr behauptet, die Antibabypille zu nehmen – konnte Herr Lotte wirklich diese unsagbar niedrige Wahrscheinlichkeit getroffen haben, dass ein einmaliger Verkehr gerade in die fruchtbare Zeit fiel und die Antibabypille genau zu diesem Zeitpunkt versagte? Er fühlte sich noch nicht bereit für ein Kind – erst recht nicht mit einer einigermaßen Fremden – und teilte Frau Lotte mit, dass er die Abtreibung wünsche. Die Schwangere war hiermit einverstanden, erklärte aber, die Kosten von circa 4.000 € nicht tragen zu können (hätte Herr Lotte den Suchbegriff „Abtreibungskosten“ gegoogelt, wäre ihm aufgefallen, dass diese Summe weit über den tatsächlichen Beträgen liegt). Aus Verantwortungsbewusstsein traf sich der Klient unserer Privatdetektei in Osnabrück mit Frau Fröhlich und überreichte ihr die gesamten 4.000 € in bar. Selbstverständlich werde er ihr auch beim Abtreibungstermin beistehen. Als dieser – nach angeblicher zweimaliger Verschiebung – an einem Samstag endlich gekommen war, wartete Herr Lotte vergeblich vor der Abtreibungsklinik auf das Eintreffen der vermeintlichen Kindesmutter. Auf Nachfrage am Empfang wurde ihm mitgeteilt, dass Frau Fröhlich hier weder einen Termin vereinbart habe, noch auf andere Art bekannt sei.


Der Auftraggeber unserer Detektei in Osnabrück war von seiner angeblichen Vaterschaft wenig entzückt.

Gesicherte Informationen – Fehlanzeige


In der Folge reagierte Frau Fröhlich nicht mehr auf Anrufe, weswegen Herr Lotte unsere Wirtschaftsdetektei in Osnabrück beauftragte, den Fall zu untersuchen. Gab es wirklich eine Schwangerschaft oder war er einem perfiden Trickbetrug zum Opfer gefallen? Unseren Ermittlern stellte sich direkt ein Problem: der Anfangspunkt. Denn der Wahrheitsgehalt aller Informationen, die Herr Lotte über die Zielperson hatte – und das waren ohnehin nicht viele –, musste angesichts des Betrugsverdachts angezweifelt werden. Schließlich würde ein gewitzter Betrüger kaum seinen echten Namen preisgeben, und auch die weiteren Aussagen der vorgeblich Schwangeren aus dem Smalltalk, den beide geführt hatten, konnten frei erfunden sein. Zudem handelte es sich mit nicht allzu geringer Wahrscheinlichkeit um eine Wiederholungstäterin, die entsprechend vorsichtig und abgeklärt vorgegangen sein dürfte. Eine Adresse hatte Herr Lotte sowieso nie erfragt, zum Geschlechtsverkehr war es in seiner Wohnung gekommen. Wo also ansetzen?

Die einzige gesicherte Information, die unseren Privatdetektiven in Osnabrück zur Verfügung stand, war, dass die Gesuchte die bekannte Telefonnummer tatsächlich nutzte oder zumindest früher genutzt hatte. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Prepaid-Karte, für deren Registrierung man frei erfundene Personendaten nutzen kann, da die meisten Anbieter keine Identitätsprüfung vornehmen. Glücklicherweise bestehen in unserer Detektei unter günstigen Umständen Möglichkeiten, mit diesem eher vagen Ansatzpunkt zu Ergebnissen zu kommen. Jene günstigen Umstände waren in diesem Fall gegeben und so ermittelten wir im ersten Schritt erfolgreich die Adresse der Zielperson in Osnabrück.


Observation der Zielperson: vorhandenes Familienleben?


Mit der Feststellung des Wohnortes ging noch nicht die Ermittlung der weiteren personenbezogenen Daten einher. Eine Frau Fröhlich jedenfalls stand in keinem ermittelbaren Zusammenhang zu dieser Adresse. Anhand eines Fotos der Zielperson, das Herr Lotte auf seinem Laptop gespeichert hatte, würden unsere Detektive in Osnabrück die Gesuchte bei einer Observation der Wohnadresse identifizieren können, um auf diese Weise zu weiteren Feststellungen zu gelangen. Das Foto lag dem Auftraggeber deshalb vor, weil das Kennenlernen über ein Online-Datingportal stattgefunden und sich Herr Lotte von dort das Bild heruntergeladen hatte, um sein Date beim Treffen erkennen zu können. Das Online-Profil der Dame war in der Zwischenzeit gelöscht worden.

Ein zweiköpfiges Ermittlerteam startete die Observation am Wohnobjekt der Zielperson, einem sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhaus. Kurz nach der Positionierung der Detektive fuhr ein Fahrzeug vor, aus dem ein Mann mit kurzgeschorenem Haar und Bomberjacke ausstieg, gefolgt von der Zielperson. Die Dame steckte sich eine Zigarette an – ein Schwangerschaftstabu –, während der Mann zwei Kleinkinder vom Rücksitz auf den Gehweg hob. Da es sich um einen sonnigen Septembertag handelte, trug die Zielperson ein enges Top und darüber ein offenes dünnes Jäckchen. Inzwischen waren 13 Wochen seit dem Date mit Herrn Lotte vergangen, doch die Zielperson präsentierte sich gertenschlank, fast dürr, und zeigte keinen Bauchansatz. Nachdem sie aufgeraucht hatte, ging sie ins Haus und kam ein paar Minuten später mit Sonnenbrille und Strandtasche zurück zum Auto. Alle vier Personen fuhren ab, verfolgt von unserem Detektiv-Team in Osnabrück.


Ergebnis einer legendierten Befragung: „Married… with Children“


Die Fahrt ging zunächst zu einem Einkaufsmarkt und danach zum Attersee, wo sich die Zielperson und ihr Begleiter ans Ufer legten, während sich die Kinder allein und ohne wirkliche Aufsicht durch die mutmaßlichen Eltern auf der dortigen Spielanlage beschäftigten. Gegen Mittag, als die Temperaturen noch um ein paar Grad gestiegen waren, zog die Zielperson die Überbekleidung aus und legte sich im Bikini hin. Auch jetzt war kein Bauchansatz zu erkennen. Die Familie blieb bis zum fortgeschrittenen Nachmittag am Strand und fuhr anschließend wieder zur Wohnadresse, die alle gemeinsam betraten. Mittels einer Legende brachte einer unserer Privatdetektive in Osnabrück durch eine diskrete Befragung im Haus den Namen der Zielperson in Erfahrung und auch, dass sie dort seit mehreren Jahren zusammen mit ihrem Ehemann (!) und den gemeinsamen Kindern lebe.

Der betreffende Ermittler war durch die Maßnahme „verbrannt“ und konnte in diesem Fall deshalb nicht mehr für weitere Observationen eingesetzt werden. Stattdessen fuhr er zur Abtreibungsklinik, um dort zu recherchieren. Schnell stellte sich heraus, dass es sich zwar um eine medizinische Einrichtung mit gynäkologischer Abteilung handelte, man dort aber am Wochenende keine Abtreibungen durchführte. Der Termin, an dem Herr Lotte vergeblich vor Ort gewartet hatte, war ein Samstag gewesen.

Am Wohnobjekt tat sich indes nichts Relevantes mehr, weswegen unser dort verbliebener Ermittler die Observation am Abend einstellte.


Keine Anzeichen für eine (legale) Erwerbstätigkeit


Die Erkenntnisse des ersten Ermittlungstages hatten den Betrugsverdacht erhärtet. Zum einen war kein Babybauch zu sehen, was aber – zugegeben – auch an einer tatsächlich stattgefundenen Abtreibung gelegen haben könnte. Zum anderen hatte die Zielperson in so vielerlei Hinsicht gelogen, dass die Indizien einigermaßen erdrückend waren: Die Dame lebte weder als Single, noch war sie kinderlos. Außerdem wohnte sie in einem eher sozialschwachen Objekt und weder sie selbst noch ihr Ehemann waren am Observationstag einer Erwerbstätigkeit nachgegangen, obwohl sich „Frau Fröhlich“ Herrn Lotte als Immobilienmaklerin vorgestellt hatte. Gut möglich, dass das Ehepaar seinen Lebensunterhalt einvernehmlich durch gewerbsmäßigen Trickbetrug erschlich. Eine Folgeobservation unserer Wirtschaftsdetektive in Osnabrück sollte diesen Verdacht mit weiteren Indizien unterlegen (eindeutige Beweise, bspw. durch die Beobachtung oder gar legendierte Provozierung eines weiteren Betrugsfalls, würden in dieser Fallkonstellation wohl nur mit viel Geduld und somit hohen Detektivkosten zu ermitteln sein).

Am Folgetag verließ die Zielperson früh das Haus und fuhr von dort zum Jobcenter am Johannistorwall. Nach einer guten Stunde kehrte sie zu ihrem Fahrzeug zurück und fuhr wieder zu ihrer Wohnung. Circa 40 Minuten später ging die gesamte Familie zum Auto und stieg ein, der Vater trug eine große Sporttasche bei sich. Die Eltern luden die Kinder an einem Wohnhaus in Osnabrück ab; bei einer späteren Kontrolle fanden die Ermittler den Nachnamen der Familie am Klingelschild – vermutlich handelte es sich um Großeltern, Tanten oder Ähnliches. Anschließend fuhren Zielperson und Ehemann zu einem Fitnesscenter, wo sie an ihrer Attersee-Strandfigur arbeiteten. Danach führten sie die Observanten unserer Detektei in Osnabrück zurück zum Haus der Verwandten, blieben eine ganze Weile im Objekt und fuhren schließlich mit den Kindern wieder zum eigenen Wohngebäude, das sie an diesem Tag nicht mehr verließen.


Nach dem teuren One-Night-Stand ist nun die Gerichtsbarkeit gefragt.


Durch die am zweiten Observationstag weiterhin ausbleibende Erwerbstätigkeit und den Besuch der Zielperson beim Jobcenter wurde die Vermutung Arbeitslosigkeit bestärkt. Die bisherigen Erkenntnisse reichten Herrn Lotte aus. Allein schon, dass ein Ehemann existierte, führte zwangsläufig zu der Frage, wie die vermeintlich Schwangere überhaupt wissen konnte, von welchem der beiden Herren das angebliche Baby stammte. Für den Auftraggeber unserer Detektive in Osnabrück stand nach den Ermittlungen fest: Er war von Trickbetrügern hereingelegt worden. Entsprechend leitete er zivil- und strafrechtliche Maßnahmen gegen seine Partnerin bei einem One-Night-Stand ein, der ihm wohl als der nervenaufreibendste und teuerste seines Lebens in Erinnerung bleiben dürfte. Hoffen wir, dass er zumindest für den finanziellen Aspekt entschädigt werden wird.


Alle Namen und Orte sind im Sinne des Klienten- und Zielpersonenschutzes selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.

Kurtz Detektei Münster

Hafenweg 19

D-48155 Münster

Tel.: +49 (0)251 7009 0014

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*Hinweise: Alle Einsätze der Kurtz Detektei Münster und Westfalen werden vom Nevinghoff in Münster aus bearbeitet. Bei anderen auf dieser Domain beworbenen Einsatzorten oder -regionen handelt es sich weder um örtliche Niederlassungen noch um Betriebsstätten der Kurtz Detektei Münster und Westfalen, sofern nicht explizit anders ausgewiesen. Wir können Ihnen bundesweit günstige Anfahrtspauschalen bieten, Gleiches gilt für zahlreiche Regionen im Ausland. In ländlichen Regionen erfolgt die Berechnung in der Regel von der nächstgrösseren Stadt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sherlock Holmes im Film – Teil 1: Mr. Holmes (2015)


Ein Viktorianer im 21. Jahrhundert


Sherlock Holmes erfreut sich offenbar nicht nur bei den Ermittlern unserer Detektei in Kiel ungebrochener Beliebtheit, denn der Meisterdetektiv flimmert aktuell so häufig über Kinoleinwände und Fernseher wie selten zuvor. Sowohl Filme wie die High-Budget-Blockbuster von Regisseur Guy Ritchie mit Robert Downey jr. in der Hauptrolle als auch Fernsehserien wie Sherlock von der BBC oder Elementary aus dem Hause CBS spielen Millionen ein – an den Kinokassen, über Werbemaßnahmen und im Merchandising. Im Laufe unserer neuen Reihe „Sherlock Holmes im Film“werden wir detaillierter auf alle drei Adaptionen zu sprechen kommen.

Holmes ist eine derart ikonische Figur, dass man den Überblick verliert über die unzähligen Geschichten, die im Laufe der Jahrzehnte geschrieben und verfilmt wurden und ihn entweder als Hauptfigur haben oder als Nebenfigur auftreten lassen. Je nach Genre trifft er dabei auf reale Figuren seiner Zeit oder auf „Kollegen“ aus der viktorianischen Literatur. Die Phantasie der Autoren scheint unbegrenzt: Sowohl echte Kriminalfälle, wie die Jack-the-Ripper-Morde, als auch Fälle, die Figuren und Szenarien anderer Autoren wie H. G. Wells (die Invasion der Marsianer in Krieg der Welten) oder Bram Stoker (Dracula) zum Thema haben, bilden den Hintergrund für mehr oder weniger originelle Geschichten. So sehr ist seine Figur mit der Epoche des viktorianischen Englands verbunden, dass oft unterschlagen wird, wie viele der originalen Sherlock-Holmes-Geschichten aus der Feder seines Schöpfers Arthur Conan Doyle erst nach dem Ende dieses Zeitalters entstanden. Als Queen Victoria im Jahr 1901 starb, schien Doyle sogar genug zu haben von seinem Helden, denn er hatte ihn acht Jahre zuvor in der Kurzgeschichte Das letzte Problem (The Final Problem) sterben lassen. Der Großteil der Geschichten indes – nämlich zwei von vier Romanen und drei von fünf Kurzgeschichtensammlungen – sollte erst noch folgen, wie in unserer Reihe „Der Privatdetektiv in der Literatur“ Teil 5 und 6 nachzulesen ist.


Mr. Holmes: humorvolles Aufräumen mit Sherlock-Klischees


Den Umstand, dass ein großer Teil der Lebenszeit des fiktiven Detektivs erst nach dem Viktorianischen Zeitalter stattgefunden haben dürfte, greift auch der jüngste Ansatz von Regisseur Bill Condon auf, und daher nähern wir uns dem Thema heute einmal umgekehrt chronologisch: In Mr. Holmes, einem Kinofilm aus dem Jahr 2015, basierend auf Mitch Cullins A Slight Trick of the Mind, ist Sherlock Holmes der Überlebende einer längst vergangenen Epoche. Watson, Mrs. Hudson, sein Bruder Mycroft – alle sind längst verstorben; Holmes selbst hat sich vor über 30 Jahren aufs Land zurückgezogen und züchtet Bienen (ein Motiv mehrerer Romane aus Holmes-Pastiches, u. a. auch in denen von Henry Fitzgerald Heard).

Ein schöner Kniff ist die bewusste Haltung des Films zur Klischeefigur Sherlock Holmes: Im Film ist Holmes zwar eine sehr populäre reale Figur, die allgemeinen Vorstellungen über den Meisterdetektiv stammen jedoch gänzlich aus der Feder des ebenfalls realen John Watson – und nicht etwa von Doyle – als Verfasser der bekannten Abenteuer von Sherlock Holmes. Die Deerstalker-Mütze und das Cape? Habe er, so Holmes, in Wahrheit nie getragen! Die Pfeife? Er präferiere Zigarren! Selbst die Adresse sei geflunkert: Holmes machte sich zu seiner Londoner Zeit einen Spaß daraus zu beobachten, wie Schaulustige („amerikanische Touristen“, wie Holmes lakonisch feststellt) die Baker Street 221b heimsuchen – und zwar aus dem Fenster seiner wahren Wohnung, schräg gegenüber. Der Detektiv kommentiert die Erzählungen um seine angeblichen Taten folgendermaßen: „Ich habe Watson gesagt, falls ich je eine Geschichte schreibe, dann nur zur Korrektur der Millionen falschen Vorstellungen, die seine poetische Freiheit geschaffen hat.“ Ein Highlight auch, wie er später, in den 1940er Jahren, im Kino schmunzelnd eine fiktionalisierte Filmversion eines echten Falles sieht, mit einem „klassischen“ Holmes inklusive Deerstalker, Cape und Pfeife – eine augenzwinkernde Hommage an die erfolgreiche Filmserie mit Basil Rathbone, auf die unsere Kieler Detektive in der Reihe „Sherlock Holmes im Film“ selbstverständlich ebenfalls zu sprechen kommen werden.


Die Vermenschlichung eines übermenschlichen Geistes


Die Rahmenhandlung von Mr. Holmes spielt im Jahr 1947. Somit wird Holmes Zeuge des gerade angebrochenen Atomzeitalters – eine Tatsache, auf die der Film in mehreren Szenen deutlich anspielt. Den gebrechlichen Holmes sucht sein allerletzter Fall heim: Von Senilität geplagt, versucht er sich an die Vorfälle zurückzuerinnern, die ihn 35 Jahre vorher dazu bewogen hatten, das Detektiv-Geschäft und sein Leben in London aufzugeben, um sich aufs Land zurückzuziehen. So weit, so gut, doch das wirklich Originelle liegt im Fehlen dessen, was doch stets die Sherlock-Holmes-Geschichten definiert hat: das handlungsbestimmende Rätsel um einen Kriminalfall. Wer ist der Mörder, was war sein Motiv? All das spielt hier keine Rolle. Tatsächlich gibt es für den größten aller Detektive kein Rätsel zu lösen, außer dem wirklich letzten: Wer ist Sherlock Holmes, wenn er das verliert, was ihn ausmacht? In einer bewegenden Szene zieht er ein Resümee, dass er zwar sein Leben lang allein gewesen sei, doch als Ausgleich immer seinen Intellekt hatte – genau den droht er jetzt, in hohem Alter, endgültig zu verlieren. Was aber macht das mit einem Mann, dessen gesamtes Ego durch seinen Scharfsinn definiert wird? Holmes ist plötzlich eine verletzliche Person, ein von Sorgen geplagter Mensch statt einer Denkmaschine, die alles Unwesentliche ausblenden kann. Vielleicht zum ersten Mal wird sein Herz angesprochen (unter anderem auch durch den wissensbegierigen Sohn seiner Haushälterin) – und das bringt ihn aus dem Gleichgewicht.

Das Mysterium des Films ist daher kein Mord oder ein anderer Kriminalfall, sondern Holmes selbst. Viele Facetten kennen die Leser und Zuschauer von Sherlock Holmes, aber diese hier ist neu: Als Meister der Logik und Deduktion hatte man den Privatdetektiv bisher als zwar brillanten, dafür aber doch sehr unnahbaren, ja fast schon kalten Charakter kennen gelernt, oder (wie es Benedict Cumberbatch in der Verkörperung des titelgebenden Charakters in der großartigen Serie Sherlock ausdrückt) gar als „hochgradig funktionierenden Soziopathen“. Nähe, gar Intimität zu unserem Meisterdetektiv kam in den allermeisten Geschichten nicht auf – das macht Mr. Holmes so originell. Ian McKellen, selbst eine Ikone und gewohnt, solche zu spielen, agiert gewohnt großartig als strauchelnder alter Zausel, der mit den Geistern der Vergangenheit hadert. Verschachtelt auf drei Zeitebenen erzählt, weiß der Film der Figur des Sherlock Holmes neue und liebenswerte Facetten hinzuzufügen.


Ian McKellen als 93jähriger Rentner-Sherlock im Kinofilm „Mr. Holmes“, © Miramax 

Neuer Realismus, ungekannte Menschlichkeit


Ist der Film eine Empfehlung wert? Nun, wer sich auf Action à la Guy Ritchie einstellt oder auf spannende Kriminalfälle, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Wer jedoch Lust hat auf einen Film mit ruhigerer Erzählweise, der sich Zeit nimmt, in die Charaktere einzutauchen, sollte Mr. Holmes nicht verpassen – vor allem nicht, wenn er Sherlock-Holmes-Fan ist. Da der Alltag unserer Privatdetektive aus Kiel nicht nur von spannenden Fällen mit dem größten „Thrill“ bestimmt wird, sondern von ganz realen Menschen mit normalen Schicksalen, ist es erfrischend, in Mr. Holmes einen Film zu finden, der sich keines Klischee-Mordfalles bedient, sondern tief in die Psychologie seiner Figuren eintaucht und selbst den größten aller fiktiven Detektive zur Abwechslung einmal sehr menschlich erscheinen lässt.


Verfasser: Gerrit Koehler  

Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein

Hopfenstraße 1d

D-24114 Kiel

Tel.: +49 (0)431 3057 0053

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-kiel.de

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Diebstahl und Unterschlagung in Unternehmen


Jährlich über 136.000 bekannte Fälle in Deutschland


Ein wahrhaft diebisches Vergnügen muss ein Bielefelder Flugbegleiter der viertgrößten deutschen Fluglinie Condor empfunden haben, als er sich über Monate hinweg Geldpakete mit einem Gesamtwert von über 100.000 € im wahrsten Sinne des Wortes „angelte“. Sogenannte Safety-Bags werden auf dem Flug mit den Einnahmen aus Bordverkäufen gefüllt und nach der Landung in speziell verschlossenen Tresoren verstaut – eigentlich eine diebstahlsichere Vorrichtung, die der Flugbegleiter allerdings mithilfe eingefädelter Angelhaken umgehen und somit seine hochpreisige Beute an sich reißen konnte. Aufgedeckt wurde dieser Diebstahl von der Kriminalpolizei Bielefeld, nachdem die Firmenleitung feststellt hatte, dass in den vergangenen Monaten insgesamt neun solcher Pakete verschwunden waren. Da die Kripo sowohl in der Wohnung des Täters Geldbündel als auch auf seinem Konto kürzlich eingegangene Einzahlungen von über 50.000 € fand, wird nun wegen besonders schweren Diebstahls (§ 243 StGB) gegen den Mann ermittelt.

Allein im Jahr 2014 gab es in Deutschland über 136.000 bekannte Fälle von Diebstählen aus Büroräumen, Lagern und Diensträumen; die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen, da manche Unternehmen kleinere Diebstähle entweder gar nicht erst feststellen oder sie aus Angst vor einem beschädigten Ruf oder schlechter Presse geheim halten und stattdessen versuchen, die Delikte intern aufzuklären – zum Beispiel mit der Hilfe unserer Detektei aus Bielefeld (0521 2567 0055). Unsere Wirtschaftsermittler helfen jeder Art von Firmen dabei, scheinbar unerklärliche Einbußen in der Jahresbilanz, verschwindende Lagerbestände und fehlende Geldbeträge, sprich Unterschlagungen und Diebstähle im Unternehmen, aufzuklären. Nicht selten sind die Täter unter den eigenen Mitarbeitern zu finden (Angestelltenkriminalität), besonders wenn es in letzter Zeit keinen Einbruchsfall gab, bei dem Wertgegenstände, Geld, Materialien oder Waren hätten entwendet werden können.


Gefahrenpotentiale richtig einschätzen


Viele Unternehmensleitungen sind sich noch immer nicht der größer werdenden Gefahr bewusst, die von den eigenen Angestellten ausgehen kann: Diversen Statistiken zufolge werden Eigentumsdelikte gegen Unternehmen trotz des Riesenfaktors Ladendiebstahl in über der Hälfte aller Fälle nicht durch Externe verübt, sondern durch Mitarbeiter, die Arbeitsabläufe und Sicherheitslecks besser kennen als jeder Außenstehende. Besonders nachlässig gehen einzelne Firmen mit Passwörtern, Schlüsseln oder Türcodes um, die nach dem Ausscheiden von Arbeitnehmern nur in den seltensten Fällen direkt geändert werden. Dem ehemaligen Angestellten stehen somit im wahrsten Sinne des Wortes Türen und Tore offen, um unauffällig in die Büroräume eindringen zu können und sich bspw. am verhassten Chef für die Kündigung zu rächen bzw. um sich schlicht und ergreifend illegal zu bereichern. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn weitaus häufiger kommt es im Arbeitsalltag zu Diebstählen und Unterschlagungen durch vermeintlich loyale Mitarbeiter, wie unsere IHK-zertifizierten Privatdetektive in Bielefeld aus der Erfahrung zahlreicher Einsätze in diesem Ermittlungsfeld berichten können. Was oft als eher harmloses, wenngleich ärgerliches Einstecken von Kugelschreibern und Notizblöcken beginnt, wächst sich leicht zum regelmäßigen Diebstahl größerer Geldbeträge aus. In der Praxis sind sechsstellige Summen, die über mehrere Monate oder Jahre hinweg nach und nach gestohlen werden, selbst bei Kassenmitarbeitern keine Seltenheit – von Tätern in höheren Positionen mit größeren Befugnissen ganz zu schweigen!

Häufig, so die brisante Realität im Firmenalltag, werden Diebstähle entweder gar nicht oder viel zu spät festgestellt, sodass mitunter kein Schuldiger mehr ermittelt werden kann und das Unternehmen auf dem Schaden und der Unsicherheit hinsichtlich der Ehrbarkeit seiner Belegschaft sitzen bleibt. Es ist für sämtliche Betriebe von äußerster Wichtigkeit, Schlupflöcher für Diebe zu eliminieren, eine absolut zuverlässige und im positiven Sinne pedantische Buchhaltung zu beschäftigen und im Schadensfall zuverlässige Ermittler wie unsere Wirtschaftsdetektive aus Bielefeld zu beauftragen. Wir sind die starken Partner an Ihrer Seite, wenn Ihre Firma unter Delikten durch Mitarbeiter leidet, und beraten Sie gern auch im Anschluss an die Ermittlungen dahingehend, wie Nachahmungstaten im Keim erstickt und Ihre Betriebsräume im Allgemeinen sicherer gemacht werden können.


Kontrollmechanismen schaffen – gerade in Unternehmen mit hoher Angestelltenfluktuation


Je kleiner das Unternehmen ist, desto weniger erwarten die Vorstände und Firmenchefs, dass es zu Diebstählen kommen könnte. Doch ein familiäres Klima und ein kleiner, vermeintlich treuer Mitarbeiterstab vermitteln ein allzu oft trügerisches Gefühl der Sicherheit. Denn egal wie sehr die Unternehmensleitung glauben und hoffen mag, dass ihrer Firma „so etwas“ nicht passieren kann: Diebstähle unter Angestellten kommen auch in den besten und familiärsten Betrieben vor. Freundlichkeit und Vertrauen schützen nicht vor diebischen Mitarbeitern, sondern gute Kontrollmechanismen, hohe Sicherheitsstandards und der Faktor Abschreckung – so kann es durchaus positive Effekte zeitigen, die Belegschaft im Nachhinein von einem Detektiveinsatz zu unterrichten (im nachfolgenden Link finden Sie zur Veranschaulichung ein Beispiel Leipziger Detektiv-Kollegen). Unsere Bielefelder Wirtschaftsdetektei übernimmt eine Vielzahl unterschiedlichster Ermittlungen für Unternehmen (Übersichten hier und hier), identifiziert die Täter und überführt sie mit gerichtsverwertbaren Beweisen: kontakt@kurtz-detektei-bielefeld.de.

Neben den genannten Faktoren kann auch eine hohe Fluktuation von Angestellten, zum Beispiel bei der Einstellung von Praktikanten, Auszubildenden, Saisonarbeitern, Volontären, Aushilfskräften etc., zu einer erhöhten Zahl von Eigentumsdelikten im Betrieb führen, ohne dass sich die Firmenleitung dessen bewusst ist. Wer nur für einen kurzen Zeitraum angestellt ist, identifiziert sich oftmals wenig bis gar nicht mit dem Unternehmen und ist daher eher bereit, firmenschädigende Straftaten zu begehen. Schließlich verlässt man das Unternehmen ja schnell wieder und in einem Dreivierteljahr werde sich sowieso niemand mehr an die eigene Person erinnern, so oder ähnlich die Gedanken bei einem solchen Verhalten. Es ist daher nach Meinung unserer Detektive in Ostwestfalen wichtig, Vertrauensstrukturen zu schaffen und zeitgleich die Ahndung von Diebstählen und sonstigem Fehlverhalten am Arbeitsplatz deutlich zu betonen. Und auch der persönliche Background von Jobaspiranten spielt eine entscheidende Rolle, weswegen sich Bewerberprüfungen durch die Detektei Kurtz als Präventivmaßnahme häufig auszahlen.


Wütender Angestellter; Detektei Bielefeld, Detektiv Bielefeld, Privatdetektiv Bielefeld, Ostwestfalen
Die Motive für Mitarbeiterdiebstähle reichen von schierer Gier über Not, Verzweiflung und Frustration bis hin zur Wut auf die beschäftigende Firma bzw. auf einzelne Vorgesetzte – das Motto in letzteren Fällen: „Denen zeig ich’s jetzt mal so richtig!“ 

Gerichtsfeste Beweisdokumentation durch qualifizierte Detektive


Sollten Sie oder Ihre Buchhaltung bei der Prüfung der Zahlen, Bilanzen, Lagerbestände oder Erträge feststellen, dass sich Ungereimtheiten ergeben, für die kein Grund gefunden werden kann, handelt es sich vermutlich um eine „diebische Elster“ in Ihrem Unternehmen. Doch wie kann nun vorgegangen werden? Haben Sie bereits einen oder mehrere bestimmte Angestellte in Verdacht, Geld oder Waren unrechtmäßig an sich zu nehmen, so kann bspw. einer unserer Bielefelder Privatdetektive in die Firma eingeschleust werden und somit die verdächtigen Mitarbeiter unauffällig observieren, um festzustellen, ob es zu Diebstählen kommt. Haben Sie ein großes Lager, in dem viele Mitarbeiter und Zulieferer ein und aus gehen, überprüfen unsere Ermittler die Arbeitsabläufe. Kommen Waren von einem Lieferfahrzeug nie beim Kunden an, übernimmt ein Detektivteam die unauffällige Observation des Auslieferers, um etwaige Abweichungen von der vorgegebenen Route festzustellen und die Verbringung der Ware an nicht hierfür vorgesehene Orte gerichtsfest zu dokumentieren. Benötigen Sie Hilfe bei der Erstellung und Umsetzung eines individuellen Sicherheitskonzepts für Ihre Firma? Unsere qualifizierten Sicherheitsberater und IT-Sicherheitsfachkräfte stehen Ihnen zur Verfügung.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere professionell und diskret agierenden Detektive in Bielefeld. Sie erreichen uns montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr unter der folgenden Rufnummer: 0521 2567 0055.


Verfasserin: Maya Grünschloß

 

Kurtz Detektei Bielefeld

Otto-Brenner-Straße 209

D-33604 Bielefeld

Tel.: 0521 2567 0055

Mail: kontakt@kurtz-detektei-bielefeld.de

Web: http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de

http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de/2016/11/15/diebstahl-und-unterschlagung-im-unternehmen/

http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de/mitarbeiterüberwachung-in-bielefeld/diebstahl-und-unterschlagung/

Der Privatdetektiv in der Literatur – Teil 7 | Conan Doyle und Sherlock Holmes: Das Vermächtnis


Eine endlose Reihe von Fortführungen und Adaptionen


Ein Schriftsteller, dessen Name fast neunzig Jahre nach seinem Tod immer noch bekannt ist und dessen Werke nach wie vor gelesen werden, hat höchstwahrscheinlich mehr erreicht, als er sich je hätte träumen lassen. Und noch weit übertroffen werden, dürften solche vage erscheinenden Hoffnungen, wenn das literarische Vermächtnis eine Inspiration darstellt für Tausende von neuen Geschichten und Adaptionen in Romanen, Theaterstücken, Hörspielen, Filmen, Fernsehserien, Computerspielen und, und, und. So stellt sich der Fall des schottischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle dar: Jedes nur denkbare Medium hat seit seinem Tod im Jahr 1930 unzählige Geschichten mit Sherlock Holmes und Dr. Watson als Hauptfiguren oder zumindest Inspirationsquellen hervorgebracht. Unsere Detektei aus Trier wirft nachfolgend einen Blick auf das multimediale Vermächtnis der kanonischen Sherlock Holmes-Geschichten.


Biographische Lücken als Einladung zu Fortsetzungen


Die nächstliegende Möglichkeit, Sherlock Holmes auch nach dem Tod seines Erfinders wieder „aufleben“ zu lassen, hinterlässt Doyle selbst. Seine Sammlung aus 56 Kurzgeschichten und 4 Romanen deckt die fiktive Biographie von Sherlock Holmes nur sehr unvollständig ab: Über die Jugend des Meisterdetektivs ist so gut wie nichts bekannt, auch die Zeit vor dem ersten Zusammentreffen mit Watson bleibt größtenteils unbeleuchtet (Der Film Young Sherlock Holmes von 1985 lässt Holmes und Watson bereits 1870 als Teenager für ein erstes Abenteuer zusammentreffen). Wie schon in den vorangegangenen Teilen unserer Serie „Der Privatdetektiv in der Literatur“ erwähnt, werden die Fälle darüber hinaus in keiner chronologischen Reihenfolge erzählt und bauen auch nicht aufeinander auf; teilweise erwähnt Doyles fiktiver Erzähler Watson sogar vergangene Fälle, die nie als Geschichte veröffentlicht wurden, und liefert Fortschreibern somit beste Ansatzpunkte. Des Weiteren ist nach dem scheinbaren Tod von Holmes an den Reichenbachfällen explizit von einer dreijährigen Lücke die Rede, in der Sherlock Holmes im Exil ist, auf die in den kanonischen Geschichten aber nicht mehr näher eingegangen wird. Diese Lücken und „verlorenen Fälle“ wurden und werden immer wieder sehr kreativ genutzt und mal mehr, mal weniger getreu der Originalvorlage in Buch- und Filmform umgesetzt.

Auch bringt Doyle die Geschichte seiner größten Schöpfung – zum Glück! – zu keinem abschließenden Ende: Als im März 1927 mit Shoscombe Old Place die letzte der von Doyle selbst verfassten Holmes-Geschichten erscheint, endet sie wie üblich mit dem gelösten Fall, nimmt aber keinen Verweis darauf, wie es mit unserem Helden weitergeht – eine Steilvorlage für jeden, der die Geschichte des Meisterdetektivs weitererzählen möchte. Eine charmante Darstellung der letzten Jahre unseres Helden kam 2015 in die Kinos: Im Film Mr. Holmes spielt Ian McKellen einen 93‑jährigen, leicht dementen Sherlock Holmes, der sich im Jahr 1947 an seinen letzten Fall zu erinnern versucht.


Sherlock Holmes im Kino


Viel Raum also, um die Geschichte des größten aller Detektive weiterzuspinnen. Das Problem ist nach Doyles Tod nur, dass es in Großbritannien bereits seit langem ein umfassendes und strenges Urheberrecht gibt, demgemäß das literarische Werk Doyles und damit der Urheberrechtsschutz an all seinen Figuren und ihren Namen für fünfzig Jahre nach seinem Tod in der Hand von Doyles Erben verbleibt. Das tut der Kreativität der Autoren und Filmemacher indes keinen Abbruch: Das Kino der 1930er Jahre erlebt einen Boom an Schauer und Mystery, die meisten unserer Vorstellungen, die wir von Dracula, Frankensteins Monster und anderen Horrorgestalten haben, gehen auf diese Epoche zurück.

Und wo das Mysteriöse wartet, ist auch unser Meisterdetektiv nicht weit. Schon früh nach der Erfindung des Films war Sherlock Holmes immer wieder Hauptfigur diverser Streifen geworden, 1939 folgt eine ikonische Darstellung auf der großen Leinwand: Mit Der Hund der Baskervilles (The Hound of the Baskervilles) feiert nicht nur einer seiner populärsten Fälle Premiere, sondern setzt auch den Auftakt für eine ganze Reihe an Big-Budget-Abenteuern mit dem Detektiv als Hauptfigur. Die Serie, die Basil Rathbone in der Rolle des Sherlock Holmes unsterblich macht, bekommt in kürzester Zeit eine Fortsetzung nach der anderen; bis 1946 entstehen insgesamt 14 abendfüllende Spielfilme. Die Reihe bleibt lange Zeit die bekannteste und stellt mit seinem Hauptdarsteller den für viele bis heute perfekten Film-Holmes. Auch Patrick Kurtz, der Inhaber unserer Wirtschaftsdetektei in Trier, beschäftigte sich für den Online-Streaming-Dienst maxdome mit dieser Adaption: https://www.maxdome.de/maxperten/patrick-kurtz-127895.html. Im Laufe der Jahre entstehen zahlreiche weitere Verfilmungen um den Londoner Detektiv, selbst deutsche, bis hin zu Komödien und Parodien, Letztere vor allem in den 1970er Jahren.


Basil Rathbones Darstellung des Sherlock Holmes in Kombination mit der trotteligen Interpretation Watsons durch Nigel Bruce gilt vielen Fans als Prototyp der filmischen Holmes-Umsetzungen.

Stichtag: Ende des Copyrights im Jahr 1981


Mit dem Ablauf der 50-jährigen Frist nach Doyles Tod steht es seit 1981 nunmehr jedem frei, Geschichten mit und um Sherlock Holmes zu schreiben, aufzuführen, ins Kino oder ins Fernsehen zu bringen. Eine Möglichkeit, von der – gelinde gesagt – umfassend Gebrauch gemacht wird. Selbst alle Detektive unserer Detektei für Luxemburg zusammengenommen dürften nicht alles kennen, was in den vergangenen neunzig Jahren über Sherlock Holmes geschrieben und verfilmt wurde. Jedoch möchten wir über den Abschluss unserer Reihe zum Thema Arthur Conan Doyle hinaus einen kleinen Überblick darüber geben, was heraussticht und unserer Meinung nach sehenswert ist. Daher wird unsere neue Reihe „Sherlock Holmes im Film“ zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wollen, aber doch zumindest ein klein wenig Ordnung in die unerschöpflichen Welten der Sherlock Holmes-Adaptationen bringen, die seit Doyles Tod auf die Leinwand oder den Bildschirm gebracht wurden.

Wie drückte es Gilbert Keith Chesterton (1874-1937), englischer Schriftsteller und Schöpfer von „Father Brown“, einst aus:

„Es hat niemals bessere Detektivgeschichten gegeben als die alte Sherlock-Holmes-Reihe; und obgleich der Name des großen Zauberers auf der ganzen Welt bekannt geworden ist und obgleich es sich wohl um die einzige volkstümliche Legende der modernen Welt handelt, so glaube ich nicht, dass man Sir Arthur Conan Doyle genug gedankt hat.“

Dem kann sich die Kurtz Privatdetektei Luxemburg und Trier nur anschließen. Wir hoffen, mit unserer Reihe über Arthur Conan Doyle zumindest einen kleinen Beitrag zur Vermächtnispflege des Schriftstellers beigetragen zu haben und sagen in Chestertons Sinne: „Danke, Sir Arthur!“


Verfasser: Gerrit Koehler

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Über schreibende Detektive: Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Trier und Luxemburg, im „Langen Interview“ – Teil 5


Für das Format „M19 – das lange Interview“ des Radiosenders Mephisto 97.6 unterhielt sich Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Trier und Luxemburg, eine Stunde lang mit Chefredakteurin Paula Drope über den Detektivberuf. Im nachfolgenden fünften Teil geht es um schreibende Detektive. Den dritten Teil über die Vorbilder unserer Privatdetektive in Luxemburg und Trier finden Sie hier.


Filmreifes Detektivbüro?


Paula Drope: „Sie haben uns Ihr Büro ja schon beschrieben und wir haben uns einmal dort umgesehen. Wenn man sich da so umschaut und sich vor allem auch Ihre Homepage anguckt, dann bekommt man das Gefühl, dass Sie einen Kriminalroman à la Sherlock Holmes oder Philip Marlowe darstellen wollen. Sie wollen die Leute schon eintauchen lassen, oder? Warum schaffen Sie sich diese Atmosphäre?“

Patrick Kurtz: „Es ist nicht meine bewusste Absicht, die Leute in eine solche Atmosphäre eintauchen zu lassen, denn im Vordergrund steht der jeweilige objektive Sachverhalt. Doch wenn dem so ist, kommt das, glaube ich, einfach daher, dass ich das selbst so sehr mag, dass ich selbst so tief dort drin bin, weil es auch ein Stück weit ich selbst bin. Das wird entsprechend widergespiegelt: im Büro, im Internetauftritt etc.“

Paula Drope: „Bevor wir weiter über Sherlock Holmes sprechen – und da sprechen wir noch drüber, denn wir sind noch nicht ganz fertig –, kommen wir noch zu unserer Schnellschussfragerunde. Das machen wir hier öfter bei M19. Ich stelle Ihnen eine kurze Frage und Sie antworten kurz und knackig. Bereit?“

Patrick Kurtz: „Ja, ich hoffe.“


Es wird persönlich: die „Schnellschussfragerunde“


Paula Drope: „Ihr Berufswunsch in der Kindheit?“

Patrick Kurtz: „Schriftsteller.“

Paula Drope: „Was für ein Schriftsteller?“

Patrick Kurtz: „Damals Fantasy, glaube ich.“

Paula Drope: „Lieblingsfach in der Schule?“

Patrick Kurtz: „Puhh, eine Zeitlang Französisch, manchmal auch Deutsch.“

Paula Drope: „Agatha Christie oder Dan Brown?“

Patrick Kurtz: „Hmmm, beide … eher Agatha Christie.

Paula Drope: „Warum?“

Patrick Kurtz: „Weil mir Dan Brown in letzter Zeit ein bisschen arg reißerisch schreibt. Also, das tat er schon immer, aber es nimmt zuletzt ein bisschen überhand.“

Paula Drope: „Für welchen Film würden Sie zu Hause bleiben?“

Patrick Kurtz: „Für viele, The Dark Knight fällt mir spontan als erstes ein, aber ich bin da weder titel- noch genrebeschränkt.“

Paula Drope: „Krimis als Buch, Film oder als Hörspiel?“

Patrick Kurtz: „Als Buch am ehesten.“

Paula Drope: „Trinken Sie zu einem guten Krimi lieber ein Glas Rotwein oder ein Bier?“

Patrick Kurtz: „Eher ein Bier, noch eher einen Whisky.“

Paula Drope: „Das ist also ein Detektiv, ganz wie er im Buche steht – tatsächlich.“


Zum Radio gehört Musik – ein Titelwunsch aus Irland


Paula Drope: „Und damit sind wir bei Ihrem nächsten und tatsächlich auch letzten Musikwunsch. Cocaine Chest Pains haben Sie sich ausgesucht von der irischen Band Kopek. Warum dieser Song?“

Patrick Kurtz: „Weil es auch wieder eine unbekannte Band ist, relativ unbekannt zumindest. Relativ, weil sie im letzten Jahr als Vorgruppe der Toten Hosen unterwegs waren. Ich habe die Band 2013 bei einem Konzert in einem kleinen Club in Berlin persönlich kennengelernt. Ganz sympathische Jungs und ich finde, es ist ein toller Song.“



Es folgt ein Einspieler, das Thema der BBC-Serie „Sherlock“:



Von Sherlock-Holmes-Adaptionen


Paula Drope: „Mit dieser Titelmelodie der momentan beliebtesten Serie der BBC starten wir in unsere vierte und letzte Runde bei M19, dem langen Interview bei Mephisto97.6. Mein Gast Patrick Kurtz könnte auch mit dieser Musik begrüßt werden, denn er ist Privatdetektiv. Herr Kurtz, nach kurzer Auswertung der Indizien: Was für eine Titelmusik war das?“

Patrick Kurtz: „BBC-Sherlock, haben Sie das nicht gerade erst gesagt?“

Paula Drope: „Nein, ich habe nur „beliebteste BBC-Serie“ gesagt, das haben Sie unterbewusst wohl direkt verknüpft. Sind Sie auch Fan?“

Patrick Kurtz: „Ja, ich finde die Serie hervorragend und habe alle Staffeln im Regal stehen.“

Paula Drope: „Das ist ja ein neuer Kult, der da um die Sherlock Holmes-Figur entstanden ist. Doch bereits in den Fünfzigern entstanden einige Fernseh- und vor allem auch Kinofilme, heute gibt es nicht nur die Serie der BBC und Sherlock Holmes-Filme, sondern auch die US-Verfilmungen aus den Jahren 2009 und 2011 mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Daneben gibt es noch eine etwas anders interpretierte Darstellung von Sherlock Holmes in der US-Serie Elementary. Zum Beispiel wird da Dr. Watson von einer Frau dargestellt. Kennen Sie die genannten Filmadaptionen alle?“

Patrick Kurtz: „Ja, wobei ich von Elementary nur ein paar Folgen gesehen habe – das hat mir nicht so zugesagt, muss ich sagen. „

Paula Drope: „Und warum nicht?“

Patrick Kurtz: „Ich fand, das sah so ein bisschen aus wie eine billige deutsche TV-Produktion. Ich bin nicht warm geworden mit der Sherlock-Darstellung, ich bin nicht warm geworden mit Lucy Liu als Watson, das hat für mich einfach nicht gepasst. Hat mir leider nicht gefallen.“

Paula Drope: „Also filmisch, so zu sagen?“

Patrick Kurtz: „Optisch einerseits, es wirkte auf mich aber auch ein bisschen arg simpel. Womöglich habe ich nur die falschen Folgen erwischt – das kann natürlich sein –, aber das, was ich gesehen habe, hat mich nicht angesprochen.“

Paula Drope: „Welche der genannten Adaptionen gefällt Ihnen am besten?“

Patrick Kurtz: „Von den genannten eindeutig der BBC-Sherlock, weil das am kreativsten ist, weil Benedict Cumberbatch auch der mit großem Abstand überzeugendste Holmes all dieser Adaptionen ist. Weil die Atmosphäre hervorragend ist, weil die Fälle super durchkonstruiert sind, weil die Wendungen klasse sind, weil die Adaptionen des klassischen Materials, der Romane und Kurzgeschichten, hervorragend gelungen ist. Das ist meiner Meinung nach, neben der Serie mit dem brillanten Jeremy Brett aus den 80ern und frühen 90ern, die mit Abstand beste Umsetzung von Sherlock Holmes.“


Von Romanen und Detektiv-Blogs


Paula Drope: „Dann kommen wir von den Filmhelden mal zu den realen Helden. Sie sind nicht nur Privatdetektiv, sondern auch Schriftsteller. Neben einer Essaysammlung haben Sie einen Roman geschrieben: 2012 erschien Livingstones Mahnung, der 1. Band aus den Memoiren des Detective Inspector Aidan Johnstone. Also das heißt letztlich, Sie sind Schriftsteller? Kommt das von allein, dass man sich ausdrücken will, wenn man als Detektiv arbeitet?“

Patrick Kurtz: „Dass ich mich ausdrücken möchte, stimmt auf jeden Fall. Ich habe das aber schon als Kind gemacht: Seitdem ich schreiben kann, habe ich immer geschrieben. Mit sechs oder sieben Jahren waren das noch Weitererzählungen der Pippi Langstrumpf-Geschichten, später dann unterschiedlichste andere Texte. Im Moment habe ich leider keine Zeit, ich avisiere allerdings, 2016 wieder intensiver einzusteigen. In meiner Schublade liegt schon seit Jahren ein Manuskript, das ich bislang noch nicht überarbeiten konnte. Außerdem habe ich zig andere Projekte im Kopf, die ich gerne umsetzen möchte, für die bislang aber einfach keine Zeit war.“

Paula Drope: „Womit Sie sich aber auf jeden Fall identifizieren können, ist der Blog Ihrer Detektei. Da beschreiben Sie, natürlich anonymisiert, Fälle, die Ihre Detektei in ganz Deutschland aufdeckt. Wie kam Ihnen denn die Idee, Ihre Fälle in einem Blog darzustellen? Sherlock Holmes und Watson machen es in der Sherlock-Serie zum Beispiel ja auch.“

Patrick Kurtz: „Ja, das stimmt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie ich auf die Idee gekommen bin. Das ist jetzt auch schon ein gutes Weilchen her. Es hat sich einfach so ergeben.“

Paula Drope: „Ist der Detektiv-Blog vielleicht das neue Detektivformat?“

Patrick Kurtz: „So sehr viele Leute dürfte es nicht geben, die das machen. Ich mache es einfach gerne, weil da verschiedene Dinge zusammenfließen, die mich ansprechen: dass ich gerne schreibe und dass ich Detektiv bin. So ein bisschen kann ich auf dieser Ebene beides vereinen, auch wenn das auf dem Blog natürlich deutlich sachlicher stattfinden muss als das, was ich normalerweise schreiben würde. Es ist ein schönes Format, um sich auszudrücken. Außerdem ist es gute Werbung – das darf man als Dienstleister nicht außer Acht lassen.“


Nicht nur Dr. Watson aus der BBC-Serie „Sherlock“, gespielt von Martin Freeman, betreibt einen Detektivblog, auch unsere Detektei berichtet wöchentlich von eigenen Fällen und anderen interessanten Themen.

Abmoderation


Paula Drope: „Das sagt der Privatdetektiv und Inhaber der Detektei Kurtz, Patrick Kurtz. Damit sind wir am Ende unserer Sendung angelangt. Vielen Dank für das interessante Gespräch und vielen Dank, dass Sie da waren!“

Patrick Kurtz: „Gerne. Ich danke auch!“

Paula Drope: „Wer diese Sendung noch einmal nachhören möchte, kann das gerne auf unserer Internetseite tun: mephisto976.de. Die Redaktion für die heutige Sendung hatte Caroline Bernert, die Musik hat unserer Gast Patrick Kurtz selbst ausgesucht und in der Technik betreute uns Andreas Wolf. Damit ist Mephisto 97.6 für heute erstmal zu Ende und morgen früh um 10:00 geht es dann weiter mit unserem Vormittagsmagazin Faustschlag. Mein Name ist Paula Drope, ich bedanke mich fürs Zuhören und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.“


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